Virusinfektion 5 Fakten zu Hepatitis

Tagtäglich sterben auf der Welt mehr Menschen an Virushepatitis als an HIV oder Malaria zusammen. Daran erinnern soll uns der 28. Juli, der Welt-Hepatitis-Tag, an dem wir uns mit fünf Fakten aus dem Archiv beteiligen.

Hepatitis A verursacht Gelbsucht.
Junger Mann mit typischer Gelbsucht infolge einer Hepatitis-A-Infektion.CDC/ Dr. Thomas F. Sellers; Emory University

Fakt #1 – Definition

Als „Hepatitis“ werden Entzündungskrankheiten der Leber (von griechisch „hepar“ = Leber) bezeichnet. Auslöser können Viren, Gifte, Medikamente oder Autoimmunkrankheiten sein. Zu den Symptomen zählen beispielsweise Müdigkeit, Erbrechen, Fieber, aber auch Gelbsucht (Ikterus), Leberdruckschmerz, Juckreiz und Entfärbung des Stuhlgangs können auftreten.

Fakt #2 – Verschiedene Formen

Man unterscheidet zwei Formen der Leberentzündung, die akute und die chronische. Während die akute in der Regel von selber ausheilt, dauert die chronische länger als 6 Monate und kann zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen. So wird beispielsweise Hepatitis A niemals chronisch und heilt von selber aus. Demgegenüber besteht bei Hepatitis C eine hohe Gefahr der Chronifizierung.

Fakt #3 – Von A bis E

Bei der überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich bei der Hepatitis um eine virale Infektionskrankheit. Die klassischen Hepatitis-Viren sind – entsprechend der Reihenfolge ihrer Entdeckung – alphabetisch eingeteilt in die Typen A bis E. Laut Schätzungen sind weltweit rund 240 Millionen Menschen chronisch mit Heptitis B infiziert, rund 184 Millionen Menschen haben Antikörper gegen Hepatitis C ausgebildet. Ersteres gehört damit zu den häufigsten Viruserkrankungen weltweit. In Deutschland sind rund 1 Million Menschen von einer viralen Hepatitisinfektion betroffen.

Fakt #4 – Übertragung

Die Formen A und E übertragen sich über kontaminiertes Trinkwasser oder Nahrung, während man sich bei den übrigen Virus-Formen typischerweise über Blut- und Schleimhautkontakte ansteckt. Bei Heptitis B erfolgt die Übertragung darüber hinaus auch über Sperma, Tränenflüssigkeit, Speichel und sogar Muttermilch. Das Risiko, sich bei einer Nadelstichverletzung mit dem Virus anzustecken, liegt bei 30%.

Fakt #5 – Vorbeugung und Therapie

Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen. Gegen Hepatitis C und die weiteren Formen gibt es bislang noch keinen Impfstoff. Hier muss nach Ausbruch der Erkrankung medikamentös eingegriffen werden: Eine derartige Therapie ist dabei sehr kost- und langwierig: So kostet die zwölfwöchige Behandlung mit dem Arzneimittel Sofosbuvir in Deutschland rund 41.000 Euro.

Quelle: RKI, netdoktor