Schüttellähmung 5 Fakten zur Parkinson-Krankheit

Vor 200 Jahren, im Jahr 1817, beschrieb der britische Arzt James Parkinson erstmals Symptome einer Krankheit, die später nach ihm benannt werden sollte. Und wiederum heute vor 262 Jahren, am 11. April 1755, wurde Parkinson in London geboren. Wir erinnern anlässlich dieses Tages mit 5 Fakten an die von ihm entdeckte Krankheit.

Parkinson
An Parkinson erkranken überwiegend ältere Menschen.Fotoluminate/Dreamstime.com

Fakt #1 – Symptome

Die Parkinson-Krankheit beginnt unspezifisch. Erst später äußert sie sich durch vier Symptome:

  • Muskelstarre (Rigor)
  • verlangsamte Bewegungen (Bradykinese) bis Bewegungslosigkeit (Akinese)
  • Muskelzittern (Tremor)
  • Haltungsinstabilität (posturale Instabilität)

Laut der aktuellen Definition von Parkinson muss zu dem zentralen Symptom der Bradykinese bzw. Akinese mindestens noch eines der anderen Symptome in Kombination auftreten. Daneben sind noch vielfältige Störungen körperlicher und psychischer Art möglich. Parkinson tritt für gewöhnlich in der zweiten Lebenshälfte auf, ab dem 60. Lebensjahr gehäuft.

Fakt #2 – Ursachen

Eine konkrete Ursache für Parkinson kennt man bis heute nicht – es gibt Vermutungen, aber es ist nicht vollständig geklärt, warum die Krankheit ausbricht. Heute weiß man, dass der Auslöser für die Parkinson-Krankheit in der sogenannten Schwarzen Substanz (substantia nigra) des Gehirns liegt. Bei Autopsien von Parkinson-Patienten fiel auf, dass diese Substanz ausgeblichen war. Die Schwarze Substanz ist für die Produktion des Botenstoffes Dopamin zuständig. Erst wenn die Produktion um die Hälfte nachgelassen hat, setzen die Parkinson-Symptome durch den Dopamin-Mangel ein.

Fakt #3 – Therapie

Eine ursächliche Behandlung der Parkinson-Krankheit gibt es nicht, aber die Symptome können gelindert werden. Die Krankheit ist mittlerweile so gut behandelbar, dass Betroffene mit ihr Jahre und Jahrzehnte leben können. Das wichtigste Medikament ist L-Dopa (Levodopa), eine Vorstufe des Dopamins, das in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und damit im Gehirn zu wirken. Auch Medikamente, die den Abbau des Dopamins verlangsamen, werden gegeben.

Fakt #4 – Forschung

Neuere Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass es sich bei Parkinson nicht um eine einheitliche Krankheit handelt, sondern um ein ganzes Spektrum von Krankheiten. Genetische Untersuchungen zeigten, dass sich bestimmte Formen von Parkinson dominant vererben. 2007 entdeckten Wissenschaftler einen ungefähren Zusammenhang zwischen Genen und dem Absterben von Hirnzellen – aber der genaue Zusammenhang blieb offen. Die weitere Forschung wird zeigen, ob sich hier Zusammenhänge finden lassen und damit eine Kausalursache für Parkinson gefunden wird.

Fakt #5 – Geschichte

Die Symptome von Parkinson wurden das erste Mal von dem Londoner Arzt James Parkinson in dem „Essay on the shaking palsy“ beschrieben. Schon vorher hatten Ärzte und Wissenschaftler die Krankheit beschrieben, so etwa Erasistratos (3. Jh.v.Chr.), Galen von Pergamon (129-199 n.Chr.) oder Paracelsus (1493-1541) – aber keiner hatte die zwei wichtigen Symptome zu einer Krankheit zusammengeführt. Das tat erst Parkinson, und er vermutete die Ursache für die Krankheit im Gehirn.

Quelle:

Wikipedia, neurologen-und-psychiater-im-netz.org, Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.
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  • Sabrina Bernhardt
    Angeli