Meist ist er schneller geschehen, als man denken kann: der Sturz. Es zieht einem buchstäblich den Boden unter den Füßen weg. Doch wen betrifft dieses Phänomen und wie häufig kommen Stürze auch im pflegerischen Kontext vor? Unsere fünf Fakten geben Antworten.

Zu stürzen kann die betroffene Person in eine unglückliche Notlage bringen.
Ein Sturz führt oftmals dazu, dass die betroffenen Personen in Notlagen geraten, aus denen sie sich selbst nicht mehr befreien können.Wisconsinart/Dreamstime.com

Fakt #1

Laut einer amerikanischen Studie verdoppelt sich das Risiko zu stürzen in der Altersgruppe der über 65-jährigen gegenüber den 20- bis 45-jährigen. Während die unter 65-jährigen hauptsächlich beim Sport stürzen, sind bei den über 65-jährigen Einschränkungen der Balance und Gehfähigkeit verantwortlich.

Fakt #2

Nach einer Untersuchung der Charite-Universitätsmedizin aus dem Jahr 2008 erleiden über 10 Prozent Pflegeheimbewohner und fast 20 Prozent Klinikpatienten eine behandlungsbedürftige Sturzverletzung. Patienten mit Demenz stürzen in geriatrischen und gerontopsychiatrischen Einrichtungen häufiger.

Fakt #3

Folgt man einer Analyse von mehr als 100 Urteilen deutscher Gerichte (Papenberg 2015), so ist der häufigste Ort, an dem pflegebedürftige Menschen stürzen, das eigene Zimmer. Danach folgen Badezimmer, Tagesraum und öffentlicher Straßenraum.

Fakt #4

Stürze können für pflegebedürftige Menschen schmerzhafte Folgen haben. Neben Kopf- und Weichteilverletzungen, Platzwunden, Gelenkverstauchungen und Muskelzerrungen zählen vor allem Brüche der oberen und unteren Extremitäten sowie der Hüfte zu den am häufigsten behandelten Sturzverletzungen.

Fakt #5

Nach einer schweizerischen Studie haben mehr als ein Drittel der gestürzten Personen Angst vor weiteren Stürzen.

Quelle: Anna-Maria Papenberg, Der Sturz. Im Spannungsfeld zwischen Haftungsrecht und pflegerischen Handlungsmöglichkeiten, Köln, G&S Verlag, 2015. Erhältlich im Shop