Unterstützung vom DBfK-Nordwest Laumann fordert Interessenvertretung für Pflegende in NRW

Der Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, äußerte sich in einem Interview zur Errichtung einer Interessenvertretung für Pflegende in NRW. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Nordwest (DBfK) begrüßt diese Haltung des Ministers und bietet der Landesregierung von NRW Unterstützung bei weiteren erforderlichen Schritten an.

Laumann zur Interessenvertretung für Pflegende.
Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister, äußerte sich positiv gegenüber der Errichtung einer Interessenvertretung für Pflegende.Olaf Kosinsky, Wikimedia Commons

Um das Berufsfeld der Pflege weiterzuentwickeln und die Pflegenden mit mehr Kompetenzen auszustatten, hält Karl-Josef Laufmann die Errichtung einer Pflegeberufekammer in Nordrhein-Westfalen für notwendig – so resümiert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Nordwest (DBfK) die Äußerungen von NRW-Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit, Karl-Josef Laumann, die er in einem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger in der vergangenen Woche tätigte.

Form der Selbstverwaltung noch unklar

Der DBfK Nordwest unterstützt die Landesregierung in NRW und begrüßt die Haltung von Minister Laumann, den Pflegeberuf insgesamt aufzuwerten.

Zugleich sieht sich der Berufsverband als Ansprechpartner der Landesregierung, um die zunächst anstehenden Befragung unter Pflegefachpersonen zu begleiten: die Befragung soll klären, welche Form der Selbstverwaltung die Pflegenden in NRW überhaupt wollen.

DBfK: Eine Pflegeberufekammer ist die richtige Form

DBfK-Vorsitzender Martin Dichter findet, dass diese Frage durch die anderen Bundesländer bereits deutlich beantwortet worden ist. Seiner Meinung nach wollen Pflegende eine Interessenvertretung in Form einer Pflegeberufekammer, auch in Nordrhein-Westfalen. Nur so könne auf Augenhöhe mit anderen Heilberufen interagiert und ein Berufsregister für die Planung von Ausbildungs- und Weiterbildungsplätzen geschaffen werden. Ein solches Berufsregister sei das Fundament, um Lösungen für den grassierenden Pflegefachpersonenmangel zu entwickeln.

Daneben könne eine Berufsordnung von den Pflegenden selbst erarbeitet und gelebt werden. „Dies verändert und stärkt unser berufliches Selbstverständnis und führt zur Emanzipation sowie Politisierung der Pflegenden. Wir brauchen die Kammer damit Pflegefachpersonen einbezogen werden, wenn es darum geht, welche Qualitätsstandards zum Beispiel im Hinblick auf Mindestpersonalvorgaben erfüllt werden müssen“, erklärt Dichter.

Quelle:

DBfK