Renitente Patienten BÄK kritisiert Gesetzentwurf zum Schutz vor Gewalt für Ärzte und Pfleger

Die Bundesärztekammer fordert einen größeren Schutz für Ärzte und Angehörige von Gesundheitsberufen vor Gewalt und tätlichen Angriffen. Ein von der Bundesregierung eingebrachter Gesetzesentwurf müsse in diesem Punkt erweitert werden.

Pfleger, Ärzte, Gewalt
Im Notfalleinsatz sind Rettungskräfte immer öfter mit gewalttätigen Patienten konfrontiert.Pixabay

Noch sieht der Entwurf vor, dass der Schutz der Hilfeleistenden an der Tür zur Notaufnahme endet – will sagen: Angehörige der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz sind geschützt, Mitarbeiter der Notaufnahme nicht. Dabei passieren viele Übergriffe auch dort. Wie Report München berichtet, kommt es in 49 Prozent von 250 Notaufnahmen in Deutschland zu 20 tätlichen Übergriffen im Jahr. Notärzte und Pfleger müssen sich gegen betrunkene oder unter Drogen stehende Notfallpatienten schützen.

„Alle im Gesundheitswesen tätigen Hilfeleistenden – Ärztinnen, Ärzte sowie Angehörige der Gesundheitsberufe – bei Unglücksfällen, gemeiner Gefahr oder Not in Ausübung ihres Berufes müssen durch die gesetzliche Regelung geschützt werden“, heißt es in einem Schreiben von BÄK-Präsident Prof. Frank Ulrich Montgomery an Bundesjustizminister Heiko Maas.

Drei Monate Freiheitsentzug

Der Gesetzentwurf zur Änderung des Strafgesetzbuches – Stärkung des Schutzes von  Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften sieht härtere Strafen für Angriffe insbesondere auf Polizisten sowie Hilfskräfte der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der Rettungsdienste vor. Bis zu drei Monate Freiheitsentzug sollen Renitente aufgebrummt bekommen.

„Die Regelung umfasst allerdings nicht Ärztinnen und Ärzte, die im organisierten ärztlichen Notfall- und Bereitschaftsdienst Hilfe bei Unglücksfällen, bei gemeiner Gefahr oder Not leisten“, kritisiert Montgomery. Ebenfalls nicht erfasst seien Ärztinnen und Ärzte sowie Angehörige der Gesundheitsberufe in Krankenhäusern oder Praxen. Der von dem Gesetz erfasste Personenkreis sollte entsprechend vergrößert werden, fordert der BÄK-Präsident. „Die sich in hohem Maße engagierenden Ärztinnen und Ärzte und Angehörigen der Gesundheitsberufe verdienen entsprechenden Schutz“, so Montgomery.

Quelle:

BÄK, Report München
  • Jay Be
    Ach wie schön - Hauptsache wir werden nicht Geschützt
  • Roswitha Adam
    Genau...wer schützt uns vor ihren Machenschaften...keine Krankenkasse und keine Ärztekammern.
  • Jutta Hüsgen
    Der Gesetzesentwurf darf nirgendwo enden: an keiner Türe! Denn da geht es auch oft erst richtig los :-/
  • Christina Müller
    und wer setzt sich für den Schutz von Patienten ein ????
    • Jay Be
      Keiner weil die unwichtig sind ! Es gibt immer kranke und dann kommt es nicht auf den einen und anderen an. Geld wird immer verdient mit der Krankheit der Menschheit und es sind muss man sie auch nicht schützen
    • Monika Selmeier
      Wer Gewalt sät, wird Gewalt ernten.
    • Roswitha Adam
      Mein Körper wurde missbraucht aus Profitgier....
    • Jay Be
      Nur deshalb und die Angestellten Ärzte machen was der Chef der Klinik befiehlt
    • Daniel Huemer
      Es gibt einen Patienten Anwalt Leider muss man sich heutzutage mehrere Meinungen einholen Daher ich persönlich ein Mensch bin der viel hinterfragt Und vl zu 5 Verschiedenen Ärzten gehe bevor ich mir etwas diagnostizieren lasse ist es klar.Aber viele die haben das und das und jetzt mach ma das blindes Vertrauen.Gerade diese berufsgruppe benötigt es schauen sie sich manche Spitäler an nicht nur für ne h sondern 1 Woche wie manche Patienten mit dem Personal umgehen irgendwann muss auch das Personal Grenzen setzen ist ja in jeden anderen Beruf nicht anders ? Oder lassen sie sich alles gefallen was der Kunde zu ihnen sagt ?
  • Cornelia Hödtke
    Mein Körper wurde auch geschändet und missbraucht,aus Profitgier... wir als Patienten, werden auch nicht geschützt!