Täter in U-Haft Patientin in Münchner Klinik vergewaltigt

Im Münchner Klinikum rechts der Isar soll es zu der Vergewaltigung einer Patientin durch einen Krankenpfleger gekommen sein. Der mutmaßliche Täter sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Klinikum rechts der Isar
Im Münchner Klinikum rechts der Isar soll im Dezember 2016 eine Vergewaltigung stattgefunden haben.Klinikum rechts der Isar der TU München

Der Tatvorwurf ist bereits schlimm: Eine 53-jährige Patientin, die Ende letzten Jahres zur stationären Behandlung in der Neurologie des Klinikum rechts der Isar (München) aufgenommen worden ist, soll dort vergewaltigt worden sein. Noch schlimmer: Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich wohl um einen der Krankenpfleger.

Wie unter anderem die BILD berichtet, soll der Täter sein Opfer zunächst ein Betäubungsmittel verabreicht und anschließend zur Toilette geführt haben. Dort soll es dann zu dem sexuellen Übergriff gekommen sein. Das Opfer, dass sich am nächsten Morgen in seinem Krankenbett wiederfand, soll in der Folge über Schmerzen im Unterleib geklagt haben, woraufhin die Tochter die Polizei verständigt hatte. Bei der anschließenden Untersuchung wurden Spermaspuren sichergestellt.

DNA-Spuren führten zum Täter

Bei dem Täter soll es sich nach den Medienberichten um einen 58-jährigen Krankenpfleger türkischer Nationalität handeln, der seit zehn Jahren im Klinikum tätig gewesen ist. Der bislang nicht Vorbestrafte wurde im Februar festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die in dem sichergestellten Sperma enthaltene DNA sollen zu dem Pfleger geführt haben.

Inzwischen wurde dem mutmaßlichen Täter vonseiten der Klinik gekündigt. „Wir sind betroffen, bedauern den Vorfall“, erklärte eine Sprecherin der Klinik gegenüber der Redaktion. Weitere Verdachtsfälle, die sich während der Tätigkeit des ehemaligen Mitarbeiter ereignet haben könnten, sind der Klinik bislang nicht bekannt.

Quelle:

BILD, SZ
  • Monika Weller
    Furchtbar
  • Ariane
    Ein Türke? Ist das mal wieder eine Hetzkampagne gegen Ausländer? - Beweise!!!
    • Marco Di Bella
      Sehr geehrte Leserin,

      allein der Schutz der Angehörigen des mutmaßlichen Täters verbietet es Materialien, die Aufschluss auf die konkrete Identität des Täters geben würden (Geburtsurkunde, Ausweis etc.) zu veröffentlichen.

      Des Weiteren wäre es auch ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des mutmaßlichen Täters, für den - bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung - die Unschuldsvermutung gilt.

      Zuletzt noch ein Hinweis: Wir würden auch über den Fall berichten, wenn das Opfer türkischer und der Täter deutscher Nationalität wäre (oder einer anderen). Im Kern der Nachricht geht es um ein schreckliches Leid, dass einer Frau in einer Situation besonderer Verletzlichkeit und zudem in einer Umgebung widerfahren ist, die eigentlich für Schutz und Genesung steht.

      Mit besten Grüßen
      Marco Di Bella