Robert-Koch-Preis 2017.
Vergangenen Freitag wurde der Robert-Koch-Preis 2017 in Berlin verliehen.Rawpixelimages

Professor Rafi Ahmed von der Emory University School of Medicine in Atlanta und Professor Antonio Lanzavecchia, emeritierter Professor der Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich, erhielten am Freitag vergangener Woche den mit 120.000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis 2017. Überreicht wurde ihnen der Preis von Staatssekretär des Bundesgesundheitsministeriums Lutz Stroppe im Rahmen einer Festveranstaltung in Berlin. Mit ihrer Forschungsarbeit haben die Professoren bahnbrechende Erkenntnisse zum immunologischen Gedächtnis hervorgebracht und wichtige Grundlagen für Behandlungsmöglichkeiten für Krebs sowie für die Entwicklung von Impfstoffen geschaffen.

Würdigung von Staatssekretär Lutz Stroppe

„Die Arbeiten von Professor Rafi Ahmed und Professor Antonio Lanzavecchia haben unser Verständnis von der Immunabwehr des Körpers revolutioniert. Es wurde der Grundstein gelegt, um gezielte Behandlungen chronischer Infektionen und Krebserkrankungen zu ermöglichen. Ihre wertvollen Erkenntnisse tragen in der Gesundheitsversorgung zu Qualität und Fortschritt bei. Sie wollen, dass ihre wissenschaftlichen Ergebnisse schnell Eingang in die Praxis finden, zum Wohle der Menschen. Dafür danke ich Ihnen“, sagte Stroppe anlässlich der Verleihung.

Darüber hinaus bekam Professor Christopher T. Walsh, Mitglied der National Academy of Sciences und der American Academy of Art and Sciences, die Robert-Koch-Medaille in Gold. Ausgezeichnet und gewürdigt wurde er für sein Lebenswerk, vor allem für seine Arbeiten zu enzymatischen Reaktionen.

Jedes Jahr wird der Robert-Koch-Preis seit 1960 verliehen und zählt zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland. Das Preisgeld wurde in diesem Jahr erhöht von 100.000 auf 120.000 Euro, davon sind 60.000 Euro von dem Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Quelle:

BmG