Im März steigt die Zahl akuter Depressionen Wenn der Frühling depressiv macht

Ab März leiden viele Menschen unter der Frühjahrsmüdigkeit. Meistens verschwinden die Symptome ganz von alleine. Dauern sie jedoch länger als 2 Wochen an, kann es sich um eine Frühjahrsdepression handeln.

Depression, Frühjahr
Auch im Frühjahr kann einen die Depression erwischen.RyanMcGuire, Pixabay

Eine Depression ist im Gegensatz zur Frühjahrsmüdigkeit eine ernstzunehmende psychische Erkrankung. Laut der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung steigt jedes Jahr im Frühjahr die Selbstmordrate und lässt erst im Sommer wieder nach. Forscher begründen das mit einem Serotoninmangel im Gehirn: Betroffene einer Depression erleben ihre Erkrankung stärker, wenn um sie herum das Leben anfängt zu blühen.

Nicht jeder hat eine Depression

„Wenn andere Menschen sich bei Sonnenschein fröhlich gelaunt im Freien treffen, kann das die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit eines depressiven Menschen noch mehr verstärken“, so Samer Schleusener, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Rhein-Jura Klinik und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. „Diese Diskrepanz kann psychische Belastungen verstärken“. Dabei lassen sich Depressionen psychotherapeutisch gut behandeln. Je nach Schweregrad und Art der Depression führt die Rhein-Jura Klinik eine Psychotherapie mit ggf. ärztlich-medikamentöser Behandlung in Kombination durch. Je früher eine Depression behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

„Doch nicht jeder Mensch mit Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Gereiztheit ist gleich an einer Depression erkrankt“, erklärt Schleusener. Viele leiden im Frühjahr unter der Frühlingsmüdigkeit, die in der Regel jedoch spätestens nach zwei Wochen von alleine verschwinden sollte. Betroffene können den lästigen Beschwerden mit viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend Schlaf und gesunder Ernährung sowie mit einer hohen Flüssigkeitszufuhr begegnen. So werden Körper und Seele unterstützt, sich an die wechselnde Jahreszeit zu gewöhnen.

Quelle:

presseportal.de