Klar ist: In der Pflege gibt es viele problematische Faktoren. Oftmals ist die Zeit einfach sehr knapp bemessen und das zur Verfügung stehende Personal begrenzt. Umso mehr müssen deshalb alle Abläufe gut geplant und koordiniert sein. Das gilt ganz besonders für die Zeit des Nachtdienstes.

So eine Nachtschicht besteht nämlich längst nicht mehr nur aus einem „entspannten Aufpassens“ auf der Station. Auch in der Nachtzeit geht es um die permanente Betreuung der Bewohner. Dabei steht die regelmäßig auf sich selbst gestellte Pflegekraft unter einer ständigen Alarmbereitschaft.

Welche Abläufe eine Pflegekraft einhalten muss und wie sie mit den physischen und mentalen Anforderungen umgeht – das sind nur zwei der vielen Fragen, die sich die Filmcrew der Rechtsdepesche im Vorfeld des vorliegenden Reportage-Projekt überlegt hatte. Für dieses hat die Crew eine Nacht in einem Pflegeheim in Bornheim verbracht und die Mitarbeiter bei ihrem Nachtdienst begleitet.

Das das Arbeiten in der Nacht an die eigene Substanz geht, konnten die Filmer für sich selbst feststellen: Obwohl nur als reine Beobachter fungierend – und damit nicht unter der pflegeberufsspezifischen Belastung stehend – war es zum Ende der Schicht äußerst schwierig nicht in ein Konzentrationsloch zu fallen. Und dabei war die Nacht während des Filmdrehs laut des Personals sogar noch recht ruhig verlaufen.

Die Redaktion müchte sich nochmal ausdrücklich bei dem Seniorenhaus St. Angela und dessen Leiterin Sabine Zocher für die Chance bedanken, in ihrer Einrichtung diesen Film drehen zu können. Denn längst nicht jede Einrichtung steht solchen Projekten so offen gegenüber, wie es hier der Fall war.