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Zwischen Mai und Novem­ber 2016 hatten 31 nieder­ge­las­sene Ärzte zusam­men mit sieben Kolle­gen vom UKM in der Region Münster und Umgebung insge­samt 2.598 Notfall­da­ten­sätze (NFD) auf Wunsch von Patien­ten angelegt. Die elektro­ni­sche Gesund­heits­karte kam dabei noch nicht zum Einsatz. Statt­des­sen erhiel­ten die Patien­ten einen Ausdruck ihrer NFD, der in einer Notfall­si­tua­tion vorge­legt werden kann. Das Forschungs­pro­jekt NFDM-Sprint ging vor allem zwei Fragen nach: Wie gut lässt sich der Anlage­pro­zess von Notfall­da­ten mittels des Praxis­ver­wal­tungs- oder Kranken­haus­in­for­ma­ti­ons­sys­tems in den Praxis­all­tag integrie­ren und gibt es Verbesserungspotential.

Notfall­da­ten künftig auf der elektro­ni­schen Gesundheitskarte

Die große Mehrheit der am Modell­pro­jekt betei­lig­ten Ärztin­nen und Ärzte ist mit dem Anlage­pro­zess von Notfall­da­ten­sät­zen äußerst zufrie­den. Auch bei Patien­tin­nen und Patien­ten findet das Projekt Notfall­da­ten-Manage­ment-Sprint (NFDM-Sprint) Anklang. Die meisten von ihnen fühlen sich damit im Notfall siche­rer und favori­sie­ren als zukünf­ti­gen Speicher­ort die elektro­ni­sche Gesund­heits­karte (eGK). Das sind einige der Ergeb­nisse des Pilot­pro­jekts Notfall­da­ten-Manage­ment-Sprint (NFDM-Sprint), die am vergan­ge­nen Freitag – im Beisein von Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe – auf dem Campus des Univer­si­täts­kli­ni­kums Münster (UKM) präsen­tiert wurden. NFDM-Sprint ist Teil des Notfall­da­ten-Manage­ments – eine freiwil­lige medizi­ni­sche Anwen­dung der eGK, die gemäß dem E‑Health-Gesetz ab 2018 verfüg­bar sein soll.

„Mit dem E‑Health-Gesetz machen wir Tempo, damit der Nutzen der Digita­li­sie­rung den Patien­tin­nen und Patien­ten noch stärker zugute­kommt. Künftig sollen beispiels­weise Notfall­da­ten auf der elektro­ni­schen Gesund­heits­karte gespei­chert werden. Das kann im Ernst­fall Leben retten. Klar ist: Die Sicher­heit der persön­li­chen Gesund­heits­da­ten steht immer an erster Stelle“, betonte Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Gröhe auf der Veranstaltung.

Vorteile eines vernetz­ten Gesundheitswesens

gematik-Geschäfts­füh­rer Alexan­der Beyer sagte: „Wir von der gematik freuen uns über das Testergeb­nis von NFDM-Sprint. Ziel war es, heraus­zu­fin­den, wie sich Notfall­da­ten möglichst leicht erfas­sen lassen, um den Praxis­all­tag nicht zu stören. Das steigert die Akzep­tanz der Anwen­dung bei Ärzten und Patien­ten. Damit werden die Vorteile eines vernetz­ten Gesund­heits­we­sens schnel­ler für alle nutzbar. Daran arbei­ten wir jeden Tag.“ Nun werde daran gearbei­tet, dass das Notfall­da­ten-Manage­ment in die bundes­weite Umset­zung gehen kann.

Auch Dr. Chris­tian Juhra, Leiter der UKM-Stabstelle Teleme­di­zin betonte: „Der Notfall­da­ten­satz hat das Poten­tial, die Notfall­ver­sor­gung in Deutsch­land noch weiter zu verbes­sern. Die am Projekt teilneh­men­den Patien­ten und Ärzte hielten den Notfall­da­ten­satz für sehr sinnvoll und wünsch­ten mehrheit­lich, dass auch nach Projek­tende weiter ein Notfall­da­ten­satz angelegt werden könnte.“

Quelle: BÄK