Schlaganfall, Krankenwagen
Bei einem muss es mög­lichst schnell ins Kran­ken­haus gehen.Golda/Pixabay.com [CC0 1.0]

Fakt #1 – Formen

Ein wird auch Gehirn­schlag, Apo­plex oder Insult genannt. Es han­delt sich um eine plötz­lich auf­tre­ten­de Erkran­kung des Gehirns, genau­er gesagt um eine plötz­li­che Min­der­ver­sor­gung von Ner­ven­zel­len mit Sauer­stoff. Man unter­schei­det die plötz­lich auf­tre­ten­de Min­der­durch­blu­tung (Ischä­mi­scher ) und die aku­te Hirn­blu­tung (hämor­rha­gi­scher Infarkt). Bei der Hirn­blu­tung ist im Grun­de zuviel Blut vor­han­den, das dann aber in ande­ren Gehirn­be­rei­chen fehlt und wie­der­um eine Min­der­durch­blu­tung her­vor­ruft. Ursäch­lich für den Schlag­an­fall kann zum Bei­spiel ein Blut­ge­rinn­sel (Throm­bus) sein, das sich in einem Blut­ge­fäß des Kör­pers ablöst, ins Gehirn wan­dert und dort ein Blut­ge­fäß verstopft.

Fakt #2 – Symptome

Ein Schlag­an­fall kann meh­re­re Sym­pto­me haben. Mit­hil­fe der „Cin­ci­n­at­ti Prehos­pi­tal Stro­ke Sca­le“ (CPSS) bzw. mit dem soge­nann­ten „FAST-Test“ kann man her­aus­fin­den, ob der Betrof­fe­ne einen Schlag­an­fall hatte.

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  • Face: Ers­tens bit­tet man die Per­son zu lächeln, denn ein Schlag­an­fall geht häu­fig mit Läh­mun­gen und Gefühls­stö­run­gen im Gesicht, an den Armen und an den Bei­nen einher.
  • Arms: Zwei­tens über­kreuzt man die Arme, bit­tet den Betrof­fe­nen anzu­fas­sen und fest zu drü­cken. Bei Schlag­an­fall­pa­ti­en­ten ist eine Druck­dif­fe­renz zu spüren.
  • Speech: Drit­tens beob­ach­tet man die Aus­spra­che der Per­son, die lang­sam und undeut­lich sein kann. Wei­te­re Sym­pto­me sind u.a. Schwin­del, Gleich­ge­wichts­stö­run­gen, Läh­mun­gen, Wort­fin­dungs­stö­run­gen und Schluckstörungen.
  • Time: Soll­ten die­se Sym­pto­me zutref­fen, so ist der Pati­ent auf dem schnells­ten Wege in ein Kran­ken­haus zu brin­gen bzw. die 112 zu kontaktieren.

Dar­über hin­aus soll­te man auch ggf. not­wen­di­ge Ers­te-Hil­fe-Maß­nah­men ken­nen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma Schlag­an­fall und wie man im Not­fall han­deln soll­te, sind auf der Sei­te der Schlag­an­fall-Hil­fe zu finden.

Fakt #3 – Häufigkeit

Laut den Zah­len von www.schlaganfall-hilfe.de sind Schlag­an­fäl­le nach Krebs- und Herz­er­kran­kun­gen die dritt­häu­figs­te Todes­ur­sa­che in Deutsch­land. Etwa 270.000 Men­schen in Deutsch­land erlei­den jähr­lich einen Schlag­an­fall, davon 200.000 zum ers­ten Mal. Schlag­an­fäl­le kön­nen jeden in jeder Alters­grup­pe tref­fen, aber ab dem 75. Lebens­jahr steigt das Risi­ko stark an. Das Todes­ri­si­ko nach einem Schlag­an­fall ist hoch, etwa ein Fünf­tel der Pati­en­ten ster­ben inner­halb von vier Wochen. Vie­le der rest­li­chen Pati­en­ten blei­ben dau­er­haft behindert.

Fakt #4 – Therapie

Wich­tig ist, dass poten­ti­el­le Schlag­an­fall­pa­ti­en­ten schnell behan­delt wer­den. Man sagt, dass spä­tes­tens nach etwa 4,5 Stun­den nach dem Schlag­an­fall eine Behand­lung erfol­gen muss, um blei­ben­den Scha­den ver­mei­den zu kön­nen. Auf­grund der Gefahr des Ver­schlu­ckens soll­te die betrof­fe­ne Per­son weder trin­ken noch essen, der Ober­kör­per soll­te auf­recht blei­ben. Kör­per­li­che Belas­tung soll­te ver­mie­den werden.

Fakt #5 – Prävention

Im Grun­de ist es nicht schwer, einen Schlag­an­fall vor­zu­beu­gen. Wer auf einen nor­ma­len Blut­druck und gute Blut­zu­cker­wer­te ach­tet und gegen­über dem Rau­chen absti­nent bleibt, der hat gute Chan­cen, kei­nen Schlag­an­fall zu erlei­den. Allein ein Blut­druck im Norm­be­reich ver­min­dert das Schlag­an­fall­ri­si­ko um 60 Pro­zent. Dane­ben sind ein gesun­der Lebens­stil, kör­per­li­che Akti­vi­tät, die Ver­mei­dung von Über­ge­wicht, nor­ma­le Cho­le­ste­rin-Wer­te und eine gesun­de Ernäh­rung wert­vol­le Bei­trä­ge zur Ver­mei­dung eines Schlaganfalls.