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Alzheimer
Tipps zum Umgang mit Alzheimer-Patienten

Diese und weitere Infor­ma­tio­nen zum Umgang mit der Alzhei­mer-Krank­heit sind zu finden im neu aufge­leg­ten Ratge­ber „Leben mit der Diagnose Alzheimer“.

Der Ratge­ber kann kosten­frei bestellt werden bei der Alzhei­mer Forschung Initia­tive e.V., Kreuz­str. 34, 40210 Düssel­dorf, Telefon 0211 – 86 20 66 0, Website: www.alzheimer-forschung.de/leben-mit-alzheimer.

1. Trotz Alzhei­mer: Wertschät­zende Haltung

Menschen mit Alzhei­mer leben zuneh­mend in ihrer eigenen Welt und können oft Gegen­wart nicht mehr von Vergan­gen­heit unter­schei­den. Lassen Sie sich wertschät­zend und einfühl­sam auf die Reali­tät des Erkrank­ten ein. Vermei­den Sie Zurecht­wei­sun­gen und Verbes­se­run­gen, denn sie führen zu nichts, sondern sorgen nur für Verär­ge­rung oder Unsicher­heit. Behan­deln Sie den Patien­ten oder die Patien­tin nicht wie ein Kind, sondern mit Respekt und auf Augenhöhe.

2. Einfa­che Sprache

Reden Sie langsam, deutlich und in einfa­chen und kurzen Sätzen. Kompli­zierte Sätze, Metaphern und Ironie werden von Menschen mit Alzhei­mer meist nicht verstan­den. Wichtige Infor­ma­tio­nen sollten mehrfach wieder­holt werden – gebrau­chen Sie dabei die gleiche Formu­lie­rung, denn das prägt sich besser ein. Nimmt der Patient oder die Patien­tin immer weniger an Gesprä­chen teil, kann das auch daran liegen, dass das Hörver­mö­gen nachlässt und korri­giert werden muss.

3. Körper­spra­che und Blickkonatkt

Verwen­den Sie eine deutli­che Körper­spra­che und eine prägnante Mimik und Gestik, um die Kommu­ni­ka­tion zu unter­stüt­zen und das Verständ­nis zu erleich­tern. Wichtig ist außer­dem, den Blick­kon­takt mit dem Patien­ten oder der Patien­tin zu halten. Er gibt Halt und Sicher­heit und ist am Ende der Krank­heit neben Berüh­run­gen oft der einzige Weg, mitein­an­der in Bezie­hung zu treten.

4. Richtig fragen

Nutzen Sie Fragen, die mit „ja“ oder „nein“ beant­wor­tet werden können oder Fragen mit nur wenigen Antwort­mög­lich­kei­ten. Vermei­den Sie sogenannte W‑Fragen (wie, wer, was, warum). Es ist zum Beispiel besser, zu fragen „Möchtest Du Orangen­saft oder Apfel­saft trinken?“ statt „Welchen Saft möchtest Du trinken?“. Geben Sie dem oder der Erkrank­ten Zeit, zu antwor­ten. Durch den zuneh­men­den Verlust von Erinne­rung und Sprache brauchen Betrof­fene oft mehr Zeit, die Frage zu erfas­sen und eine Antwort zu formulieren.

5. Erinne­run­gen wecken

Wenn Erkrankte bei einem Gespräch nicht folgen können, kann es hilfreich sein, das Thema zu wechseln. Ereig­nisse aus Kindheit und Jugend können oft noch lange erinnert werden. Über Sinnes­ein­drü­cke wie Riechen oder Schme­cken können Erinne­run­gen hervor­ge­ru­fen werden, die das Wohlbe­fin­den des Patien­ten oder der Patien­tin stärken. Auf emotio­na­ler Ebene können Erkrankte auch noch im fortge­schrit­te­nen Krank­heits­ver­lauf erreicht werden. Durch Musik, Berüh­run­gen oder das gemein­same Anschauen von Fotos können Gefühle geweckt und der Kontakt gehal­ten werden.

Quelle: Alzhei­mer Forschung Initia­tive e.V.