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NRW-Gesundheitsminister Laumann zu Besuch bei der Hochschule für Gesundheit Bochum.
Im Bild v.l.n.r.: Prof. Dr. Thomas Evers, Werner Brüning, Prof. Dr. Kerstin Bilda, Prof. Dr. Anne Fried­richs, Prof. Dr. Markus Zimmer­mann und NRW-Gesund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann.Bild: hsg

Bereits vor sieben Jahren besuchte Karl-Josef Laumann, Minis­ter für Arbeit, Sozia­les und Gesund­heit in Nordrhein-Westfa­len (NRW) die Hochschule für Gesund­heit (hsg) in Bochum. Mit dabei hatte er den Geneh­mi­gungs­be­scheid für die Einrich­tung der Modell-Studi­en­gänge der Ergothe­ra­pie, Hebam­men­kunde, Logopä­die, Pflege und Physio­the­ra­pie. Als erste Fachhoch­schule mit ausschließ­lich gesund­heits­be­ruf­li­chen Studi­en­gän­gen wurde die Akade­mi­sie­rung der Gesund­heits­be­rufe deutlich vorangetrieben.

Umset­zung des Pflege­be­ru­fe­ge­set­zes in NRW

Nun besuchte der NRW-Gesund­heits­mi­nis­ter vergan­ge­nen Donners­tag erneut die Hochschule, welche 2015 in den Neubau des Gesund­heits­cam­pus NRW gezogen ist und mittler­weile 1.300 Studie­rende zählt. Es wurden Gesprä­che geführt, wie die Akade­mi­sie­rung der Gesund­heits­be­rufe noch weiter entwi­ckelt werden kann und was für die Studi­en­gänge benötigt wird, um dem Versor­gungs­be­darf der Bevöl­ke­rung gerecht zu werden. Laumann will mit gutem Beispiel voran­ge­hen und das Pflege­be­ru­fe­ge­setz in NRW konse­quent umset­zen, um so genügend Menschen für Pflege- und Gesund­heits­be­rufe begeis­tern zu können. „Dafür sollte profes­sio­nelle Pflege auch ein stärke­res Selbst­be­wusst­sein entwi­ckeln und fair bezahlt werden. Das steigert die Attrak­ti­vi­tät des Berufs. Und wir brauchen eine gute Pflege­aus­bil­dung. Mit dem Pflege­be­ru­fe­ge­setz ist hier auf Bundes­ebene ein ganz wichti­ger Schritt gemacht worden. Nordrhein-Westfa­len wird hier mit gutem Beispiel voran­ge­hen und das neue Gesetz konse­quent umsetzen.“

Quali­täts­si­che­rung der Hochschulausbildung

Der Gründungs­de­kan des Depart­ments für Pflege­wis­sen­schaft, Prof. Markus Zimmer­mann, erklärte, dass die Quali­tät der Hochschul­aus­bil­dung bei der Umset­zung des Pflege­be­ru­fe­ge­set­zes unbedingt gesichert werden muss. „Wir benöti­gen gut ausge­bil­dete Pflege­kräfte für alle Sekto­ren vom Kranken­haus bis zur Langzeit­pflege. Außer­dem ist es uns wichtig, die Diszi­plin so weiter­zu­ent­wi­ckeln, dass wir die gesund­heit­li­chen Versor­gungs­be­darfe der Bevöl­ke­rung erfül­len können. Wenn beispiels­weise heilkund­li­che Kompe­ten­zen im Pflege-Studi­en­gang sinnvoll einge­bracht werden können, dann würden wir dies auch gern umset­zen. Hier haben wir gute Ideen und hoffen auf Unter­stüt­zung seitens des Gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums“, so Zimmer­mann. Darüber hinaus hoffen die Verant­wort­li­chen der Bochu­mer Hochschule, dass die Weiter­ent­wick­lung der Gesund­heits­be­rufe auch in den derzei­ti­gen Koali­ti­ons­ge­sprä­chen Berück­sich­ti­gung finden. Jetzt berei­ten sie sich aber erst einmal darauf vor, die Modell­stu­di­en­gänge 2021 in den Regel­be­trieb überfüh­ren zu können. „Aufgrund des Spannungs­fel­des zwischen Hochschul- und Berufe­rechts können wir aktuell nicht die bestmög­li­che hochschu­li­sche Ausbil­dung in den Gesund­heits­be­ru­fen anbie­ten. Das möchten wir baldmög­lichst ändern und hoffen hier auf Unter­stüt­zung“, erklärt hsg-Präsi­den­tin Prof. Anne Fried­richs dazu.