Aktionsprogramm zur Aufwertung sozialer Berufe.
Um Berufe des Gesundheits-und Sozialsektors attraktiver zu machen, soll das Aktionsprogramm für bessere Arbeitsbedingungen sorgen.Alexraths/Dreamstime.com

Am Donnerstag haben die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Katarina Barley und die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles zusammen mit der Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer die Rheinhessen-Fachklinik in Mainz besucht. Dort haben sie das „Aktionsprogramm zur Aufwertung sozialer Berufe“ vorgestellt, mit dem Ziel bessere Löhne für soziale Berufe zu erreichen sowie die Anerkennung dieser Berufe zu steigern.

Insgesamt beinhaltet das Aktionsprogramm fünf zentrale Bausteine:

  • Eine kostenfreie und vergütete Ausbildung
  • Bessere Löhne im Gesundheits-und Sozialwesen
  • Vielfältige Entwicklungsperspektiven
  • Stärkung der Arbeitszufriedenheit und damit Vermeidung von Berufsausstiegen
  • Nachhaltige Sicherung und Weiterentwicklung der Fachkräftebasis

Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR) begrüßt diese Initiative. „Wir unterstützen die Punkte des Aktionsprogramms“, sagt Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR. Für die beruflich Pflegenden sei insbesondere wichtig, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. „Wir brauchen dringend mehr Pflegepersonal in den Einrichtungen, sonst überlasten wir auf Dauer die engagierten Mitarbeiter“, so Westerfellhaus weiter. „Wir müssen dafür sorgen, dass die beruflich Pflegenden ihren Beruf dauerhaft und gerne ausüben können und nicht durch schlechte Arbeitsbedingungen aus dem Beruf getrieben werden“. Dazu gehöre auch die zügige Festschreibung von Mindestpersonalvorgaben.

Insgesamt zählt das Gesundheits-und Sozialwesen rund 5,5 Millionen Beschäftigte, die damit einen Arbeitsmarktanteil von knapp 18 Prozent ausmachen. Berufe dieser Art stellen somit eine tragende Säule innerhalb der Gesellschaft dar. Westefellhaus nutzte die Gelegenheit, um an dieser Stelle auch die Notwendigkeit von Pflegekammern in allen Bundesländern zu betonen, um den Menschen mit Berufen im Sozial-und Gesundheitssektor eine Stimme zu geben.

Quelle:

DPR, bmfsfj