Beiträge von Bernd Schöneck




Sturz auf ToiletteSturz beim Toilettengang – Leichte Fahrlässigkeit der Pflegefachkraft

Bei Patienten oder Bewohnern mit instabilem Kreislauf ist es vor einer Mobilisierung sehr wichtig zu prüfen, ob ihr Zustand stabil ist. Außerdem sollten sie möglichst nicht aus dem Auge gelassen werden. Weil ein 72-jähriger Kreislaufpatient auf der Toilette verunglückte, während die Pflegekraft draußen vor der Tür wartete, bekam er 7.500 Euro Schmerzensgeld zugesprochen.


Muslimische MitarbeiterKirchliches Krankenhaus kann Kopftuch verbieten

Eine muslimische Krankenpflegerin bestand nach einer längeren Abwesenheit darauf, fortan während der Arbeit ihr Kopftuch zu tragen. Ihr evangelisches Klinikum ließ sich darauf jedoch nicht ein. Zu Recht, so das LAG Hamm: Die Klage auf rückwirkende Gehaltszahlung wurde abgewiesen.


Verbandmittel-VersorgungDer Gesetzgeber reißt eine Wunde

Trotz aller Warnungen von Medizinern hat nun auch der Bundesrat dem Gesetz zur Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) zugestimmt. Durch einen Passus dieses Gesetzes könnten Verbandmittel mit antiseptischem Zusatznutzen nicht mehr verordnet werden. Das würde eine Versorgungslücke erzeugen – und könnte sich auch an anderer Stelle rächen...




Erste HilfeHerzdruckmassage ist wichtiger als Beatmung

Von 65.000 Personen, die jährlich in Deutschland einen Herzstillstand erleiden, sterben mehr als 60.000. Ein Grund dafür: Zu wenige Menschen trauen sich Erste Hilfe zu. Die Deutsche Herzstiftung fordert daher, das Prozedere zu vereinfachen: Laien sollten im Zweifel auf die Mund-zu-Mund-Beatmung verzichten und direkt eine Herzdruckmassage beginnen – diese sei wichtiger, damit der Patient überlebt.


NotfallversorgungLaut Umfrage: Mehr als jeder dritte Intensivpfleger will aufhören

Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin schlägt Alarm: Laut deren Umfrage unter knapp 2.500 Intensivpflegern in Deutschland denken 37 Prozent ans Aufhören in den nächsten fünf Jahren. Nochmal ein fast ebenso großer Anteil will seine Stunden reduzieren. Damit stände die Notfallversorgung, und wohl auch das Klinikwesen insgesamt, auf der Kippe. Schon heute seien Bettensperrungen wegen Personalmangels an der Tagesordnung.