Der Bundesrat hat die angekündigte Corona-Prämie für Mitarbeitende in Krankenhäusern bestätigt.
Der Bundes­rat hat die angekün­digte Corona-Prämie für Mitar­bei­tende in Kranken­häu­sern bestä­tigt.Bild: moerschy/Pixabay.com

Am 26.3.2021 bestä­tigte der Bundes­rat mit dem „Gesetz zur Fortgel­tung der die epide­mi­sche Lage von natio­na­ler Tragweite betref­fende Regelun­gen“ die erneute Corona-Prämie für Kranken­haus­mit­ar­bei­tende. Die Prämie wurde im Februar von Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn angekündigt.

Dr. Gerald Gaß, designier­ter Vorstands­vor­sit­zen­der der Deutschen Kranken­haus-Gesell­schaft (DKG), merkte dazu an: „Die Mitar­bei­ten­den haben seit nunmehr einem Jahr Außer­ge­wöhn­li­ches geleis­tet und waren extre­men Belas­tun­gen ausge­setzt. Deshalb ist die finan­zi­elle Anerken­nung in der Gesamt­höhe von rund 450 Millio­nen Euro sinnvoll und richtig.“

Zusätz­lich begrüßte er, „dass wir auch andere Berufs­grup­pen wie beispiels­weise Reini­gungs­kräfte einbin­den können, denn wir haben immer gesagt, dass Kranken­haus­ar­beit Teamar­beit ist.“ Er betonte jedoch auch den Wunsch, „dass die Regelung analog zur Alten­pflege erfolgt wäre. Dann hätten alle Pflege­kräfte in allen Kranken­häu­sern an einer Prämie partizipiert.“

Kritik an der Corona-Prämie

Bereits im Februar wurde die Corona-Prämie von einigen kriti­siert, unter anderem vom Deutschen Berufs­ver­band für Pflege­be­rufe (DBfK) und vom Deutschen Pflegerat (DPR). Betont wurde vor allem, dass eine Corona-Prämie keinen Ersatz für wirklich bedeut­same Verän­de­run­gen in der Pflege darstellt.

Zum Beispiel erklärte DBfK-Präsi­den­tin Chris­tel Bienstein damals: „Einmal­zah­lun­gen wirken da wie Beruhi­gungs­trop­fen, damit erst einmal Ruhe herrscht. Die Erfah­rung, dass Erwar­tun­gen trotz der außer­or­dent­li­chen Leistun­gen in der Pande­mie immer wieder ignoriert und enttäuscht werden, prägt die Stimmung in der Berufsgruppe.“

Quellen: DKG, Bundespflegekammer