Eine Bluttransfusion mit der falschen Konserve führte zum Tod.
Die Ver­wechs­lung einer Blut­kon­ser­ve ende­te für eine 81 Jah­re alte Pati­en­tin töd­lich.Mar­ze­na Osuchowicz/Freeimages.com [Fre­eimages]

Am 4. Dezem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res hat sich ein tra­gi­scher Fall im St.-Martini-Krankenhaus in Duder­stadt (Land­kreis Göt­tin­gen) zuge­tra­gen. Eine 81 Jah­re alte Pati­en­tin hat­te sich einer Blut­ge­fäß­ope­ra­ti­on am Bein unter­zo­gen und starb zwei Tage spä­ter, da anschei­nend die Blut­kon­ser­ven wäh­rend einer Blut­trans­fu­si­on ver­wech­selt wur­den.

Medi­en­be­rich­ten zufol­ge hat­te die spä­ter Ver­stor­be­ne die Blut­kon­ser­ve einer fast namens­glei­chen Pati­en­tin erhal­ten, die sich zeit­gleich wegen einer Behand­lung in dem Kran­ken­haus auf­hielt. Auf­grund des unna­tür­li­chen Todes­falls wur­de sofort die Göt­tin­ger Staats­an­walt­schaft ein­ge­schal­tet, die dar­auf­hin gegen zwei behan­deln­de Ärz­te wegen fahr­läs­si­ger Tötung ermit­telt hat. Den Ärz­ten wur­de unmit­tel­bar nach dem Todes­fall frist­los gekün­digt.

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Anästhesist klagt gegen seine

Der Vor­fall hat nun ein wei­te­res Nach­spiel, denn einer der Ärz­te, der als Anäs­the­sist in dem Kran­ken­haus tätig war, klagt jetzt gegen sei­ne , da er nicht für den Vor­fall ver­ant­wort­lich gemacht wer­den kön­ne. Zum einen habe das Labor die Blut­kon­ser­ven ver­wech­selt, sodass es sich damit um ein des Kran­ken­hau­ses han­de­le. Zum ande­ren macht er gel­tend, dass er nicht die aus­drück­li­che Anwei­sung für eine gege­ben habe.

Dem wird ent­ge­gen gesetzt, dass kein soge­nann­ter „Bedsi­de-Test“ durch­ge­führt wur­de, bei dem unmit­tel­bar am Pati­en­ten­bett die Blut­grup­pe des Pati­en­ten bestimmt wird. Die­ser Test ist vor jeder Blut­trans­fu­si­on obli­ga­to­risch durch­zu­füh­ren und soll eine mög­li­che Ver­wechs­lung ver­hin­dern. Das Arbeits­ge­richt Göt­tin­gen wird sich die­se Woche mit dem Fall aus­ein­an­der­set­zen.