In dem „Biologischen Krebszentrum Brüggen-Bracht“ (Klaus-Ross-Klinik) nahe der niederländischen Grenze ist es in der vergangenen Woche zu mehreren Todesfällen innerhalb kürzester Zeit gekommen. Es kam zum Tod einiger Patienten, nachdem sie sich in der Klinik behandelt haben lassen. Die Polizei Mönchengladbach und Staatsanwaltschaft Krefeld sind darauf aufmerksam geworden und haben die Ermittlungen eingeleitet.

Laut Polizeiangaben wurden am Mittwoch vergangener Woche insgesamt fünf Behandlungen in der Krebsklinik durchgeführt, woraufhin es zum Tod drei dieser Patienten kam: An dem Donnerstag nach der Behandlung ist eine 55-jährige belgische Frau aus Nimwegen verstorben, ein weiterer 55-jähriger Mann aus Apeldoorn am darauf folgenden Freitag. Eine weitere Patientin, eine 43-jährige Frau aus Wijk en Aalburg, erlitt ebenfalls am Samstag nach der Behandlung den Tod. Medienberichten zufolge befinden sich derzeit zwei weitere niederländische Frauen stationär in einem Krankenhaus, die sich ebenfalls in der Klinik behandeln ließen. Über ihren genauen Gesundheitszustand können jedoch aktuell keine Angaben gemacht werden.

Da bekannt ist, dass in der Klinik zahlreiche Niederländer behandelt wurden, unterstützt die niederländische Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Erst die medizinischen Untersuchungen können möglicherweise Aufschluss darüber geben, was genau sich zugetragen hat. Dennoch wird davon ausgegangen, dass für Patienten, die sich in der Krebsklinik einer Behandlung unterzogen haben, ein konkretes Gesundheitsrisiko bestehe, warnt die Polizei. Dies gelte auch für Patienten, die sich zu einem früheren Zeitpunkt in der Klaus-Ross-Klinik behandelt haben lassen.