Für vie­le Beschäf­tig­te im Gesund­heits­we­sen, die im arbei­ten, wird das Wort „Sonn­tags­ru­he“ ein Fremd­wort sein. Schließ­lich muss die Ver­sor­gung in bei­spiels­wei­se einem Kran­ken­haus rund um die Uhr gewähr­leis­tet wer­den, sodass für jeden Mit­ar­bei­ter in Ein­rich­tun­gen des Gesund­heits­we­sens mal eine Schicht an einem Sonn­tag ansteht. Gren­zen­los aus­ge­reizt wer­den dür­fen die Sonn­tags­schich­ten jedoch nicht. Hier­für sieht das Arbeits­zeit­ge­setz für Arbeit­neh­mer im beson­de­re Rege­lun­gen vor, auf die zum Bei­spiel Pfle­ge­fach­kräf­te Anspruch erhe­ben dür­fen.

So besagt § 11 des Arbeitszeitgesetzes, dass:

  • min­des­tens 15 Sonn­ta­ge im Jahr beschäf­ti­gungs­frei blei­ben müs­sen
  • ein Ruhe­tag zum Aus­gleich inner­halb von zwei Wochen erfol­gen muss, wenn an einem Sonn­tag gear­bei­tet wur­de
  • und ein Aus­gleichs­ru­he­tag inner­halb von acht Wochen genom­men wer­den muss, wenn an einem Fei­er­tag auf einem Werk­tag gear­bei­tet wur­de.

Ach­tung: Für Not- und Ret­tungs­diens­te, die Feu­er­wehr, Kran­ken­häu­ser und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen kann tarif­ver­trag­lich oder durch Dienst­ver­ein­ba­rung fest­ge­hal­ten wer­den, dass den Arbeit­neh­mern nur min­des­tens zehn freie Sonn­ta­ge im Jahr zuste­hen (§ 12 Abs. 1 ArbZG). Auch der Aus­gleichs­ru­he­tag, wenn die Arbeit auf einen werk­täg­li­chen Fei­er­tag fällt, kann auf die­sem Wege gestri­chen wer­den (§ 12 Abs. 2 ArbZG). Zudem kön­nen Abwei­chun­gen legi­tim sein, wenn beson­ders außer­ge­wöhn­lich Not­fall­si­tua­tio­nen ein­tre­ten wie bei­spiels­wei­se Natur­ka­ta­stro­phen (§ 14 ArbZG).