Wie aus einer Mit­tei­lung des GKV-Spit­zen­ver­ban­des her­vor­geht, haben die Kli­ni­ken zwi­schen 2013 und 2017 bereits 329 Mil­lio­nen Euro von den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen aus dem Hygie­ne­son­der­pro­gramm erhal­ten. Im Sin­ne des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes müs­sen Kran­ken­häu­ser sicher­stel­len, dass durch ent­spre­chen­de Maß­nah­men die Wei­ter­ver­brei­tung nos­o­ko­mia­ler Infek­tio­nen und resis­ten­ter Krank­heits­er­re­ger ver­mie­den wer­den. Die För­der­gel­der sind daher für den Ein­satz von qua­li­fi­zier­tem Hygie­ne­per­so­nal sowie für die Fort- und Wei­ter­bil­dung von Pfle­ge­kräf­ten und Ärz­ten und für exter­ne Bera­tun­gen vor­ge­se­hen. Nur jene Kran­ken­häu­ser kön­nen die För­der­gel­der bean­spru­chen, die die ver­bind­li­chen per­so­nel­len und orga­ni­sa­to­ri­schen Vor­aus­set­zun­gen zur Ver­hin­de­rung nos­o­ko­mia­ler Infek­tio­nen bis­her noch nicht erfül­len. Dem­nach haben 1.516 von rund 2.000 Kran­ken­häu­sern in Deutsch­land Anspruch auf die För­de­rung.

Fördervolumen von 460 Millionen Euro vorgesehen

„Eine Kern­auf­ga­be der Kran­ken­häu­ser ist und bleibt es, ihre Pati­en­ten so gut wie mög­lich vor gefähr­li­chen Erre­gern zu schüt­zen. Im Rah­men des Hygie­ne­son­der­pro­gram­mes wur­den sie dabei durch zusätz­li­che Gel­der der Bei­trags­zah­ler wir­kungs­voll unter­stützt. Kran­ken­häu­ser soll­ten die­se Gel­der als Aus­gangs­punkt für eine auch lang­fris­ti­ge Opti­mie­rung ein­set­zen“, so Johann-Magnus v. Sta­ckel­berg, stell­ver­tre­ten­der Vor­stands­vor­sit­zen­der des -Spit­zen­ver­ban­des.

Ob die För­der­gel­der tat­säch­lich rich­tig ver­wen­det wer­den, kann erst nach­träg­lich durch die jewei­li­ge Jah­res­ab­schluss­prü­fung der Kli­ni­ken fest­ge­stellt wer­den. Für den aktu­el­len Bericht sind Daten aus den Jah­res­ab­schluss­prü­fun­gen der Jah­re 2013 bis 2016 aus­ge­wer­tet wor­den. Das Hygie­ne­son­der­pro­gramm soll noch bis 2023 lau­fen, ins­ge­samt soll im Rah­men des Pro­gramms ein För­der­vo­lu­men von über 460 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung gestellt wer­den.