Forschung

Pflege-Thermometer 2014Demenzversorgung in bundesdeutschen Krankenhäusern im Blick

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) in Köln hat mit dem Pflege-Thermometer 2014 die bislang größte Befragung in der Pflege zur Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus veröffentlicht. Über 1.800 Stations- und Abteilungsleitungen aus Krankenhäusern aus dem gesamten Bundesgebiet wurden befragt.



Screening und Isolation überdenkenNeue wissenschaftliche Positionen zum Umgang mit MRSA

Die Ausbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien ist aktuell eine der großen Herausforderungen der Medizin. Der Prototyp eines multiresistenten Erregers ist MRSA. Durch eine Reihe von Maßnahmen hat man in den vergangenen Jahren versucht, die weitere Ausbreitung dieses Bakteriums zu verhindern. Ein im renommierten Wissenschaftsjournal „The Lancet“ veröffentlichter Artikel, an dem Experten der Uniklinik Köln beteiligt waren, überprüft die bisherige Praxis im Umgang mit MRSA kritisch.



Neue ForschungsergebnisseLange Antibiotikatherapien wegen toleranter Bakterien

Ob Lungenentzündung oder Blutvergiftung – Infektionskrankheiten werden immer schwieriger zu behandeln. Ein Grund dafür sind die zunehmenden Antibiotikaresistenzen. Aber auch ohne Resistenz können Erreger einige Zeit Antibiotika überleben, weshalb die Behandlung mehrere Tage bis Wochen oder sogar Monaten dauert. Forscher am Biozentrum der Universität Basel konnten jetzt zeigen, dass im selben Gewebe Bakterien mit völlig unterschiedlicher Antibiotikaempfindlichkeit nebeneinander existieren. Im Fachjournal „Cell“ berichten sie, dass vor allem langsam wachsende Keime die Therapie erschweren.


Neue StudieHohe Arbeitsbelastung ist Risikofaktor für Typ-2-Diabetes

Eine hohe Belastung im Job kann das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, deutlich erhöhen. Das ergab die Auswertung bevölkerungsbasierter Studiendaten durch Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift ‚Psychosomatic Medicine‘ veröffentlicht.



Robert Bosch StiftungNeues Stipendienprogramm für Multiprofessionellen Studiengang „Versorgung von Menschen mit Demenz“

Die Robert Bosch Stiftung fördert Studierende des berufsbegleitenden Master-Studiengangs „Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz“ (M.A.) der Universität Witten/Herdecke (UW/H) vom Wintersemester 2014/15 bis zum Sommersemester 2019 wieder mit Voll- beziehungsweise Teilstipendien. Dazu hat die Stiftung ein neues Programm aufgelegt, durch das die Studienbeiträge für geeignete Bewerber entweder komplett oder zur Hälfte übernommen werden.


ARTEMIS-ProjektSteigert Kunst das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz?

Wenn die Worte fehlen und das Gedächtnis nachlässt, hilft Menschen mit Demenz oft die nonverbale Kommunikation. Das ist für die Musiktherapie inzwischen nachgewiesen. Welchen Beitrag künstlerisch-kreative Ansätze leisten können, um das Wohlbefinden von Menschen mit Demenz zu steigern und die Kommunikation mit ihren Angehörigen zu verbessern, ist bisher nur ansatzweise erforscht.


BehandlungsfehlerEtwa 0,1 Prozent aller medizinischen Behandlungsfälle enden tödlich

Laut dem Krankenhausreport 2014 kommt es bei ca. 5 bis 10 Prozent der in deutschen Krankenhäusern behandelten Patientinnen und Patienten zu unerwünschten Ereignissen, die mit einer erheblichen Relevanz für die Sicherheit der Betroffenen einhergehen. Rund 19.000 Todesfälle an deutschen Kliniken gingen auf derartige unerwünschte Ereignisse zurück, was einer Häufigkeit von rund 1 Promille bezogen auf alle Krankenhausbehandlungen entspräche.