Infizierte Zecken übertragen die FSME-Erreger
Zecken wer­den bereits ab einer Außen­tem­pe­ra­tur von etwa 8°C aktiv und ste­chen vor allem vor­mit­tags und am frü­hen Abend. Der Zeit­raum März bis Okto­ber gilt als „Zecken­sai­son“.

Fakt #1 – Ursache

Der Ver­ur­sa­cher von ist ein Virus, das durch den Stich einer infi­zier­ten Zecke über­tra­gen wird. Der Spei­chel der Zecke über­trägt das Virus ins Blut. wur­de erst­mals im Früh­som­mer beschrie­ben. Die ent­spre­chen­de Wär­me von über sie­ben Grad vor­aus­ge­setzt, kann die Krank­heit aber das gan­ze Jahr über aus­bre­chen, denn dann sind die Zecken aktiv. Die Zecken, die das FSME-Virus über­tra­gen, sind haupt­säch­lich in Süd­deutsch­land prä­sent. Aller­dings beob­ach­tet man in den letz­ten Jah­ren eine Aus­wei­tung der FSME-Risi­ko­ge­bie­te nach Norden.

Fakt #2 – Vorbeugung

Welt­weit sind bis heu­te über 900 ver­schie­de­ne Zecken­ar­ten bekannt. Der Para­sit exis­tiert bereits seit 350 Mil­lio­nen Jah­ren. In Deutsch­land ist der Gemei­ne Holz­bock die am häu­figs­ten vor­kom­men­de Art. Zecken kön­nen bis zu 50 ver­schie­de­ne Krank­heits­er­re­ger über­tra­gen. Sie sit­zen auf Gras­hal­men oder im Unter­holz. Im Vor­über­ge­hen las­sen sie sich dann abstrei­fen. Kom­plett schüt­zen vor Zecken kann man sich nicht. Gum­mi­stie­fel und lan­ge Hosen hal­ten Zecken zwar auf, aber einen voll­stän­di­gen Schutz kann Klei­dung nicht bie­ten, denn Zecken krab­beln auf der Suche nach einer geeig­ne­ten Stich­stel­le eine Wei­le her­um. Exper­ten raten des­halb zu einer -.

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Fakt #3 – Symptome

Bei höchs­tens einem Drit­tel der Betrof­fe­nen zei­gen sich nach einem Zecken­biss deut­li­che Sym­pto­me. Die Krank­heit äußert sich grip­pe­ähn­lich, mit Fie­ber, Kopf- und Glie­der­schmer­zen. Die Hirn­haut­be­tei­li­gung kommt spä­ter durch Kopf­schmer­zen und Erbre­chen zum Tra­gen. Es kön­nen Bewusst­seins­stö­run­gen und Läh­mun­gen fol­gen. Sol­che Sym­pto­me kön­nen aller­dings auch in geschwäch­ter Form als Neben­wir­kung der FSME- auftauchen.

Fakt #4 – Meldepflicht

In Deutsch­land ist die FSME seit 2001 mel­de­pflich­tig. Die Zah­len schwan­ken stark. Im Jahr 2004 wur­den ins­ge­samt 274, im Jahr 2005 432 und 2006 546 Fäl­le gemel­det. Im Jahr 2007 war mit 238 Fäl­len ein deut­li­cher Rück­gang zu ver­zeich­nen, 2012 wur­den 195 Fäl­le gemel­det, 2013 dage­gen 420, und 2014 waren es 260.

Fakt #5 – FSME-Impfung

Zur Vor­beu­gung der Krank­heit raten die Gesund­heits­be­hör­den dazu, sich imp­fen zu las­sen. Die Mei­nun­gen zur Ver­träg­lich­keit der Impf­stof­fe sind geteilt, nach der FSME-Imp­fung kann es zur Neben­wir­kun­gen kom­men. So betra­fen im Jahr 2004–2005 fast 10 Pro­zent aller in Deutsch­land gemel­de­ten Ver­dachts­fäl­le auf Impf­kom­pli­ka­tio­nen FSME-Impfstoffe.

Quel­le: RKI, Wiki­pe­dia, zecken.de