Thrombose in einem venösem Gefäß (Computerdarstellung)
Dar­stel­lung einer Throm­bo­se.Blausen.com staff/Blausen gal­le­ry 2014 [CC BY 3.0]

Fakt #1

Als Throm­bo­se wird eine Gefäß­er­kran­kung bezeich­net, bei der sich ein Blut­ge­rinn­sel – der soge­nann­te Throm­bus – in einem Blut­ge­fäß bil­det, und die­ses dann ver­engt bzw. ver­stopft. Die Erkran­kung kann, in Abhän­gig­keit von der Lage und Aus­deh­nung der Throm­bo­se, dabei völ­lig sym­ptom­frei, von dif­fu­sen Beschwer­den beglei­tet oder mit schwer­wie­gen­den, lebens­be­dro­hen­den Kom­pli­ka­tio­nen ver­lau­fen. Beson­ders gefürch­tet ist die Lun­gen­em­bo­lie.

Fakt #2

Grund­sätz­lich kann eine Throm­bo­se in allen Blut­ge­fä­ßen ent­ste­hen. In den meis­ten Fäl­len tritt eine Throm­bo­se jedoch in den Venen auf, spe­zi­ell in den tie­fen Bein­ve­nen.

Fakt #3

Allein in Deutsch­land ster­ben jähr­lich etwa 40.000 Men­schen an den Fol­gen throm­bo­em­bo­li­scher Ereig­nis­se. Es wird jedoch all­ge­mein davon aus­ge­gan­gen, dass in Fäl­len eine Thom­bo­em­bo­lie als Ursa­che nicht erkannt wird und des­halb eine hohe Dun­kel­zif­fer besteht. Eini­ge Wis­sen­schaft­ler gehen des­halb eher von bis zu 100.000 Todes­fäl­len pro Jahr aus.

Die venö­se Throm­bo­em­bo­lie gilt nach Herz­in­farkt und Schlag­an­fall als die dritt­häu­figs­te zum Tode füh­ren­de Herz-Kreis­lauf-Erkran­kung.

Fakt #4

Ein Throm­bus ent­steht durch die Blut­ge­rin­nung. Die ist eigent­lich ein Schutz­me­cha­nis­mus, der dafür sorgt, dass wir nach einer Ver­let­zung nicht ver­blu­ten. Ist aber die Blut­zu­sam­men­set­zung ver­än­dert, die Blut­strö­mungs­ge­schwin­dig­keit redu­ziert und/oder die inne­re Gefäß­wand beschä­digt, so steigt das Risi­ko für eine Throm­bo­se erheb­lich.

Das Zusam­men­wir­ken die­ser drei Fak­to­ren wur­de vom Ber­li­ner Patho­lo­gen Rudolf Virchow erst­mals beschrie­ben und wird heu­te auch als „Virchow­sche Tri­as“ bezeich­net.

Fakt #5

Als wich­tigs­te Maß­nah­me zur Pro­phy­la­xe einer Throm­bo­se gilt nach wie vor die Bewe­gung. Durch Akti­vie­ren der Bein­mus­ku­la­tur wird die soge­nann­te Venen­pum­pe in Gang gebracht: Durch das An- und Ent­span­nen der Mus­keln bei der Bewe­gung wer­den die in der Tie­fe der Mus­keln ver­lau­fen­den Venen immer wie­der kom­pri­miert, was zu einer Ver­bes­se­rung des Blut­rück­flus­ses führt. Kom­pres­si­on ist im Übri­gen auch das Wirk­prin­zip von soge­nann­ten Medi­zi­ni­schen Throm­bo­se­pro­phy­la­xe­strümp­fen (MTPS), die regel­mä­ßig bei Pati­en­ten­ver­sor­gung zum Ein­satz kom­men: Die­se üben einen Druck auf die ober­fläch­li­chen Bein­ve­nen aus und sor­gen so dafür, dass das Blut mit erhöh­ter Geschwin­dig­keit zum Her­zen zurück­flie­ßen kann.