Hermann Gröhe
Bundesminister Hermann Gröhe.Bundesregierung/Steffen Kugler

„Eine vernetzte Welt gestalten“ – unter diesem Motto stand die einjährige G20-Präsidentschaft der Bundesregierung, die am 01.Dezember geendet ist. Höhepunkt war das Gipfeltreffen in Hamburg. Nun wurde am vergangenen Freitag die Präsidentschaft an Argentinien abgegeben.

Die deutsche Präsidentschaft ist zufrieden mit dem, was sie erreicht hat. Die globale Gesundheit stand weit oben auf der Tagesordnung, sodass 2017 erstmals ein eigenes G20-Treffen der Gesundheitsminister und Gesundheitsministerinnen stattgefunden hat. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen beispielsweise die Erklärung des Pariser Klimaschutz-Abkommens für unumkehrbar und der Beschluss es zügig mithilfe des verabschiedeten Klima- und Energieaktionsplans umzusetzen. Außerdem wurde der G20-Aktionsplan gegen Meeresmüll beschlossen sowie die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Wilderei. Zentral waren die internationalen und gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen die Antibiotika-Resistenzen. Mit der verabschiedeten Berliner-Erklärung wurde zudem ein belastbares Gesundheitswesen gefordert, um den weltweiten Umgang mit Gesundheitskrisen zu verbessern. Einzigartig in diesem Zusammenhang war die in Berlin auf einem G20-Treffen durchegführte Krisensimulation mit Ministern und Vertretern der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Bundesregierung als Treiber für globale Geundheitspolitik

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe blickt zufrieden auf die vergangene Präsidentschaft zurück und möchte weiterhin Treiber für eine starke globale Gesundheitspolitik sein: „Gemeinsam mit unseren G20-Partnern haben wir in diesem Jahr viel erreicht, um den Kampf gegen Gesundheitskrisen und die globale Bedrohung durch Antibiotika-Resistenzen kraftvoll voranzutreiben. Und Deutschland wird weiter Treiber für eine starke globale Gesundheitspolitik bleiben – mit Sachverstand, Hilfe für andere Staaten im Krisenfall und mehr als 860 Mio. Euro im Jahr 2017 für die globale Gesundheit. Außerdem werden wir gemeinsam mit internationalen Gesundheitsexperten ein Konzept für eine kraftvolle globale Gesundheitspolitik erarbeiten und die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Organisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen verstärken, um den in Deutschland vorhandenen Erfahrungsschatz noch besser nutzbar zu machen.“, resümiert Gröhe.

Froh ist er zudem darüber, dass Argentinien bereits zugesagt hat, viele der von Deutschland auf den Weg gebrachten gesundheitspolitischen Themen weiter fortzuführen und voranzutreiben. Das nächste Gipfel-Treffen wird in Buenos Aires stattfinden.

Quelle:

BmG