Im Rah­men des § 9 des Säch­si­schen Betreu­ungs- und Wohn­qua­li­täts­ge­set­zes (Sächs­Be­WoG) wer­den regel­mä­ßig Kon­trol­len in sta­tio­nä­ren Pfle­ge­ein­rich­tun­gen für älte­re Men­schen und Men­schen mit Behin­de­run­gen unter­nom­men und vom Kom­mu­na­len Sozi­al­ver­band Sach­sen durch­ge­führt. Min­des­tens ein­mal pro Jahr wird solch eine Prü­fung je Ein­rich­tung durch­ge­führt. Für die­se wer­den sei­tens der Behör­den Gebüh­ren auf Basis des Säch­si­schen Kos­ten­ver­wal­tungs­ge­set­zes erho­ben, seit einer ent­spre­chen­den Bean­stan­dung des Säch­si­schen Rech­nungs­ho­fes im Jahr 2012.

Der 5. Senat des Säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts (OVG) hat ent­schie­den, dass die­se Kos­ten nicht von den ent­spre­chen­den Ein­rich­tun­gen getra­gen wer­den müs­sen, wie die Pres­se­spre­che­rin des OVGs kürz­lich mit­teil­te. In der Ver­gan­gen­heit hat­ten meh­re­re gemein­nüt­zi­ge Trä­ger gegen das Vor­ge­hen geklagt.

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Dabei wur­de sich auf den § 3 Nr. 3 des Kos­ten­ge­set­zes gestützt sowie auf Art. 110 der Säch­si­schen Ver­fas­sung und die Kos­ten­er­he­bung auf die­ser Grund­la­ge für rechts­wid­rig erklärt.

Die Revi­si­on wur­de nicht zuge­las­sen, eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de kann jedoch sei­tens des Beklag­ten erho­ben wer­den.