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Das sind wichtige Erkennt­nisse einer Befra­gung zu „Anreiz­sys­te­men im OP“, an der sich 186 ärztli­che bzw. pflege­ri­sche Mitar­bei­ter, die für das OP-Manage­ment verant­wort­lich zeich­nen, betei­ligt haben. Damit wurden rund 10 Prozent aller OP-Berei­che an deutschen Kranken­häu­sern erreicht. Das Zentrum für Gesund­heits­wirt­schaft und ‑recht (ZGWR) der Frank­furt Univer­sity of Applied Scien­ces (FRA-UAS) und der Exper­ten­kreis „OP-Effizi­enz“ führten die Befra­gung im ersten Halbjahr 2014 durch.

Da im OP-Bereich 25 bis 45 Prozent der Wertschöp­fung eines Kranken­hau­ses erzielt werden, sind dort Anreize für die Mitar­bei­ter­mo­ti­va­tion von beson­de­rer Bedeu­tung, auch vor dem Hinter­grund eines erheb­li­chen Nachwuchs­man­gels oder noch vorhan­de­ner Defizite in der Ablauf­or­ga­ni­sa­tion (siehe OP-Barome­ter 2013). „Steigende Anfor­de­run­gen an Kranken­häu­ser erfor­dern neue Konzepte zur Perso­nal­mo­ti­va­tion. In diesem Zusam­men­hang spielen Anreiz­sys­teme wie die Erhöhung des Einkom­mens oder die Möglich­keit zur Perso­nal­ent­wick­lung eine bedeu­tende Rolle; im OP-Bereich stecken sie aller­dings noch in den Kinder­schu­hen“, erklärt Prof. Thomas Busse, Direk­tor des ZGWR.

Der größte Nutzen von Anreiz­sys­te­men wird in der Steige­rung der Mitar­bei­ter­zu­frie­den­heit gesehen (97 Prozent), gefolgt von der Einhal­tung der morgend­li­chen Start­zei­ten im OP-Bereich (95 Prozent) und der Möglich­keit der Perso­nal- und Team-Entwick­lung (93 Prozent). Als mögli­che Anreize werden neben der Gehalts­er­hö­hung (82 Prozent) zusätz­li­che Fort- und Weiter­bil­dun­gen (79 Prozent) oder indivi­du­elle Aufstiegs­mög­lich­kei­ten (77 Prozent) genannt. Über die Hälfte Befrag­ten sprach sich dafür aus, einem Anreiz­sys­tem auch negative Sanktio­nen gegen­über­zu­stel­len. Die Frage nach der Art dieser Sanktio­nen ergab keine eindeu­ti­gen Aussagen.

Das ZGWR und der Exper­ten­kreis werden auf Grund­lage der Befra­gungs­er­geb­nisse eine Orien­tie­rungs­hilfe zu Anreiz­sys­te­men im OP-Bereich erstellen.

Das Zentrum für Gesund­heits­wirt­schaft und ‑recht (ZGWR) bündelt die Kompe­ten­zen der Frank­furt Univer­sity of Applied Scien­ces auf den Gebie­ten Gesund­heits­wirt­schaft, Gesund­heits­öko­no­mie und Gesund­heits­recht. Es dient als Platt­form für inter­dis­zi­pli­näre, fachbe­reichs­über­grei­fende Koope­ra­tio­nen. Alle zwei Jahre veröf­fent­licht das ZGWR den OP-Barome­ter mit den Befra­gungs­er­geb­nis­sen zur Arbeits­si­tua­tion von Pflege­kräf­ten im Opera­ti­ons- und Anästhe­sie-Bereich an deutschen Kranken­häu­sern; weitere Infor­ma­tio­nen zum ZGWR unter: www.zgwr.de.