Bei Masern han­delt es sich um eine hoch­an­ste­cken­de Virus-Erkran­kung, die in ein­zel­nen Fäl­len auch schwer­wie­gen­de Fol­gen wie Lun­gen-und Gehirn­ent­zün­dun­gen mit sich tra­gen kann. Masern sind also kei­ne harm­lo­se Kin­der­krank­heit, die „jeder durch­ma­chen muss“. Trotz der Ernst­haf­tig­keit die­ser Krank­heit ist die Zahl der über­mit­tel­ten Masern­fäl­le 2015 an das Robert Koch-Insti­tut erheb­lich ange­stie­gen. Wäh­rend es im Jahr 2014 nur 442 gemel­de­te Fäl­le gab, sind im ver­gan­ge­nen Jahr 2.464 Fäl­le ver­zeich­net worden.

Auf­grund die­ser alar­mie­ren­den Ent­wick­lung weist Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Her­mann Grö­he auf die Wich­tig­keit des Impf­schut­zes hin: „Ich rate drin­gend dazu, den eige­nen Impf­sta­tus über­prü­fen zu las­sen und die emp­foh­le­nen Imp­fun­gen nach­zu­ho­len. Die emp­foh­le­nen Imp­fun­gen sind sicher und wer­den von der Kran­ken­kas­se bezahlt.

Um Impflü­cken gegen Masern zu schlie­ßen, wur­den die Schutz­imp­fungs­richt­li­ni­en aktua­li­siert, sodass nun gesetz­lich Ver­si­cher­ten die Impf­kos­ten von den Kran­ken­kas­sen erstat­tet wer­den. Dies gilt seit dem Beschluss auch für alle nach 1970 gebo­re­nen Erwach­se­nen, deren Impf­sta­tus unklar ist oder wenn bis­her kei­ne oder nur eine ein­ma­li­ge Imp­fung in der Kind­heit vor­ge­nom­men wurde.

Die Risi­ken und Neben­wir­kun­gen einer Masern­imp­fung fal­len sehr gering aus. Ledig­lich bei 2 bis 5 Pro­zent der Geimpf­ten kommt es zu einem masern­ar­ti­gen Aus­schlag, der jedoch nicht anste­ckend oder gefähr­lich ist. Eine Ent­zün­dung des Gehirns, die Masern-Enze­pha­li­tis, tritt nur bei einem von einer Mil­li­on Geimpf­ten auf und ist somit äußerst sel­ten. Neben­wir­kun­gen kön­nen in Form von Kopf­schmer­zen und Magen-Darm-Beschwer­den auf­tre­ten, wel­che jedoch unge­fähr­lich sind.