Förderung der ambulanten Hospizdienste durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Derzeit üben fast 40.000 Menschen ein Ehrenamt in einem der geförderten Hospizdienste aus und begleiten Betroffene an ihrem Lebensende.Victorrustle/Dreamstime.com

Vier Millionen Euro mehr haben die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr für ambulante Hospizdienste ausgegeben. Mit einer Fördersumme von rund 76 Millionen Euro hat diese sich im Vergleich zum Vorjahr um vier Millionen Euro erhöht und gegenüber 2010 mehr als verdoppelt. Gefördert von den Geldern wird die häusliche Begleitung sterbenskranker Menschen, etwa durch Zuschüsse zu den Personalkosten, zu Fahrt- und anderen Sachkosten der Dienste sowie zur Qualifizierung von ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Seitdem Ende 2015 das Hospiz- und Palliativgesetz in Kraft getreten ist, werden nicht nur Aufwendungen für Personal- sondern auch für Sachkosten aufgebracht. Im vergangenen Jahr wurde insbesondere die Arbeit von Kinderhospizen gefördert, sodass derzeit 21 Einrichtungen mit insgesamt 211 Plätzen Vergütungen erhalten, die für Personal und eine kinder- sowie familiengerechte Aussattung ausgegeben werden. 481 Euro erhält ein Patient pro Tag im Durchschnitt und damit 231 Euro mehr als der gesetzliche Mindesttagessatz vorsieht. Dadurch wird beispielsweise ermöglicht, dass auch die Eltern betroffener Kinder in dem Hospiz untergebracht werden können.

Starke ehrenamtliche Unterstützung

Viel Unterstützung erfahren die Hospizdienste auch durch die Bekleidung von Ehrenämtern. Derzeit üben fast 40.000 Menschen ein Ehrenamt in einem der geförderten Hospizdienste aus und begleiten Betroffene an ihrem Lebensende. Die Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), Ulrike Elsner, würdigte diesen ehrenamtlichen Einsatz: „Mit ihrem Engagement sind die Ehrenamtlichen eine wichtige Stütze für Betroffene und ihre Angehörigen. Ihrem Einsatz ist mit zu verdanken, dass vielen sterbenskranken Menschen ein großer Wunsch erfüllt wird und sie die letzte Zeit ihres Lebens zu Hause verbringen können. Dafür verdienen sie große Wertschätzung und Anerkennung.“

Ein Hinweis der vdek: Für Versicherte selbst ist die Begleitung durch stationäre Hospize und ambulante Hospizdienste kostenlos, näher informieren kann man sich bei den Ersatzkassen direkt.

Quelle:

vdek