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Impfstoff
Neue Impfstoffe sind im AnmarschBild: Wilfried Pohnke / Pixabay

Die Auslie­fe­rung eines neuen Corona­impf­stof­fes, der besser gegen die vorherr­schende Omikron-Varian­ten BA.4 und BA.5 schützt, steht anschei­nend kurz bevor.

Deutsch­land soll in den Kalen­der­wo­chen 36 und 37 (ab dem 5. Septem­ber) pro Woche jeweils rund fünf Millio­nen Dosen des angepass­ten BA.1‑Impfstoffes vom Unter­neh­men Biontech/Pfizer erhalten.

Zudem erhält der Bund vom Herstel­ler Moderna 2,38 Millio­nen Dosen BA.1‑Impfstoff im Laufe der beiden oben genann­ten Septem­ber­wo­chen. Das geht aus einem Schrei­ben von Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl Lauter­bach (SPD) an alle Leistungs­er­brin­ger der Impfkam­pa­gne gegen Covid-19 hervor, das der Rechst­de­pe­sche vorliegt.

Die Dosen sollen umgehend an den pharma­zeu­ti­schen Großhan­del ausge­lie­fert werden, so dass Apothe­ken und Ärzte­schaft rasch versorgt sind.

Impfstoff: EU-Kommis­sion muss grünes Licht geben

Die EU-Kommis­sion muss aller­dings noch grünes Licht geben. „Derzeit gehen wir davon aus, dass die Europäi­sche Kommis­sion sowohl den an die BA.1‑Variante angepass­ten Impfstoff von Biontech/Pfizer als auch den von Moderna am 1. oder 2. Septem­ber 2022 zulas­sen wird“, so Lauter­bach in dem Schrei­ben. Bestellt werden können die neuen Impfstoffe ab dem 5. September.

„Nach den vorlie­gen­den Studi­en­da­ten wirken die Impfstoffe deutlich besser gegen die derzeit vorherr­schende BA.5‑Variante als der Impfstoff der ersten Genera­tion“, schreibt Lauter­bach weiter. „Insbe­son­dere für Hochri­si­ko­grup­pen können sie ein entschei­den­der Faktor sein, denn wir sollten nicht verges­sen, dass täglich nach wie vor rund hundert Perso­nen im Zusam­men­hang mit einer Covid-19-Infek­tion sterben. Deshalb bitte ich Sie eindring­lich, aktiv für diesen Impfstoff zu werben“, mahnt Lauterbach.

Ein weite­rer neuer, an die vorherr­schen­den Omikron-Varian­ten BA.4 und BA.5 angepass­ter Impfstoff werde „nur wenige Wochen später zur Verfü­gung stehen“, ist sich der Minis­ter sicher. „Biontech/Pfizer hat bereits angekün­digt, dass die Europäi­sche Kommis­sion im Ideal­fall bereits Ende September/Anfang Oktober den an BA.4/BA.5‑angepassten Impfstoff zulas­sen wird.“

Deutsch­land soll zügig bliefert werden

Dann werde Deutsch­land vom Unter­neh­men Biontech/Pfizer „sehr zügig nach der Zulas­sung mit einer ersten Tranche von 9,5 Millio­nen Dosen belie­fert“, so heißt es weiter.

Risiko­grup­pen sollten jedoch nicht bis dahin mit der Impfung warten, warnt Lauter­bach und ruft zur einer aktiven Bewer­bung der neuen Impfstoffe auf: „Das Gelin­gen der Impfkam­pa­gne ist maßgeb­lich von den betei­lig­ten Akteu­ren abhän­gig – von der Logis­tik bis hin zur Impfung der Patien­tin­nen und Patienten.“

Das Schlie­ßen von Impflü­cken und die Erhöhung von Impfquo­ten bei den Auffri­schimp­fun­gen sei einer der entschei­den­den Fakto­ren für einen Herbst und Winter mit bestmög­li­chem Schutz für die Bevöl­ke­rung und möglichst wenigen Einschrän­kun­gen. Nach Angaben des Minis­ters befasst sich die „Ständige Impfkom­mis­sion“ (STIKO) derzeit ebenfalls sehr inten­siv mit den Studi­en­da­ten der angepass­ten Impfstoffe mit dem Ziel, zeitnah zu einer aktua­li­sier­ten Empfeh­lung für Impfun­gen gegen COVID-19 zu kommen.

Quelle: BMG