Ambulante Intensivpflege.
Für die ambulante Intensivpflege wurden neue Qualitätsmaßstäbe vereinbart.Mirage3/Dreamstime.com

Die Ersatzkassen haben zusammen mit dem Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) und dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) erstmals verbindliche und bundesweite Regelungen zur Qualität der Versorgung der häuslichen Krankenpflege abgeschlossen. Dies soll vor allem den Versorgungsstandard von Wachkomapatienten und anderen intensivpflegebedürftigen Menschen verbessern, die unter anderem eine künstliche Beatmung benötigen. Ihr Versorgungsbedarf ist besonders hoch, da sie rund um die Uhr eine besondere medizinische und pflegerische Behandlung benötigen.

Durch die neuen Regelungen muss nun beispielsweise ein Pflegedienst eine speziell qualifizierte, examinierte Pflegekraft mit Zusatzqualifikation als Atmungstherapeut o.ä. vorweisen können und jeden Tag 24 Stunden erreichbar sein. Die Pflegebedürftigen und deren Angehörige sollen zudem mit Unterstützung des Pflegedienstes in die Lage versetzt werden, krankenpflegerische Maßnahmen ganz oder teilweise zu übernehmen.

15.000 Menschen benötigen ambulante außerklinische Intensivpflege

Bernd Tews, bpa-Geschäftsführer, bezeichnete die Vereinbarung als einen „Meilenstein für die Intensivpflege“, da bisher die intensivpflegerische Versorgungslandschaft eher zersplittert. Vereinbarungen zwischen den Krankenkassen und den speziellen Pflegediensten zu der krankenpflegerischen Versorgung wurden in der Regel von einzelnen Krankenkassen und Diensten vor Ort geschlossen.

Bundesweit gibt es ca. 15.000 Menschen, die diese ambulante außerklinische Intensivpflege in Anspruch nehmen. Die Kosten aller Krankenkassen lagen 2017 bei über einer Milliarde Euro.

Quelle:

vdek