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Im Fall um den ehema­li­gen Kranken­pfle­ger Niels H., der in Klini­ken Patien­ten tötete, liegen den Ermitt­lungs­be­hör­den nun neue Ergeb­nisse vor. Bereits Ende August 2017 wurde seitens der Polizei und Staats­an­walt­schaft Olden­burg über den derzei­ti­gen Ermitt­lungs­stand berich­tet, aller­dings konnte zu 41 Verdachts­fäl­len noch keine abschlie­ßende Aussage gemacht werden. Vorerst mussten die toxiko­lo­gi­schen Unter­su­chun­gen abgeschlos­sen werden. Seit Anfang der Woche liegen die Ergeb­nisse dieser Unter­su­chun­gen vor und es haben sich demnach 16 weitere Verdachts­fälle ergeben.

Niels H. soll 106 Menschen getötet haben

Niels H. ist bereits in zwei Prozes­sen aus den Jahren 2006/2008 und 2014/2015 rechts­kräf­tig für sechs Taten verur­teilt worden. Für die Arbeits­zeit, als er als Kranken­pfle­ger in Delmen­horst tätig war, können ihm insge­samt 62 Tötungs­fälle zugeschrie­ben werden, darun­ter wurden 55 Fälle durch einen Substanz­nach­weis, drei Taten durch ein Geständ­nis, eine Tat durch einen Zeugen­be­weis sowie drei Fälle als sogenannte „Altfälle“ ermittelt.

Hinzu hat sich ein Tatver­dacht in 38 Fällen ergeben, die in seinen Beschäf­ti­gungs­zeit­raum am Klini­kum Olden­burg fallen. Aller­dings müssen für fünf dieser Verdachts­fälle noch weitere Ermitt­lun­gen abgewar­tet werden, der Zeitpunkt für diese Ergeb­nis­lage ist noch nicht bekannt. Insge­samt geht man demnach von 106 Morden aus, die Niels H. verübt haben soll. Darüber hinaus wurden über die inter­na­tio­nale Rechts­hilfe Exhumie­run­gen in der Türkei aufge­ge­ben, auch hier sind die Unter­su­chungs­er­geb­nisse noch abzuwar­ten. Anfang nächs­ten Jahres wird voraus­sicht­lich eine Ankla­ge­er­he­bung seitens der Staats­an­walt­schaft erfolgen.

Quelle: Staas­an­walt­schaft Oldenburg