Buurtzorg steht für mehr Zeit, Teamwork und bessere Bedingungen in der ambulanten Pflege.
Buurt­z­org steht für mehr Zeit, Teamwork und bessere Bedin­gun­gen in der ambulan­ten Pflege.Bild: Photo 134203074 © Monkey Business Images – Dreamstime.com

Buurt­z­org [bürts­orch], zu Deutsch: „Nachbar­schafts­hilfe“, ist ein gemein­nüt­zi­ger ambulan­ter Pflege­dienst­an­bie­ter aus den Nieder­lan­den, der bereits seit zwei Jahren testweise in Deutsch­land aktiv ist. Im Laufe dieser Phase erwies sich der Bedarf und das Inter­esse am Modell als äußerst groß. Buurt­z­org hat es sich daher nun zur Aufgabe gemacht, auch die ambulante Pflege in Deutsch­land zu verbessern.

Neue Webseite, Unter­stüt­zung auf der Geschäftsebene

Um möglichst viele Fachkräfte zu errei­chen und zu infor­mie­ren, hat das Pflege­mo­dell Buurt­z­org seine Kommu­ni­ka­tion erwei­tert und neu ausge­rich­tet. Über eine neue Webseite, Facebook und Insta­gram spricht der Anbie­ter Pflege­fach­kräfte und Teamgrün­der und Teamgrün­de­rin­nen aus ganz Deutsch­land an. Der Fokus liege dabei zunächst auf NRW, Bayern, Nieder­sach­sen und Bremen, jedoch können sich auch Teams aus den anderen Ländern melden.

Die bishe­ri­gen Resonan­zen bestä­ti­gen das Unter­neh­men in dem Vorha­ben, die ambulante Pflege zu verbes­sern. „Wir sind überzeugt davon, dass unser Modell die Pflege in Deutsch­land spürbar verbes­sert. Das bestä­ti­gen uns auch die vielen positi­ven Rückmel­dun­gen unserer Patient*innen und Mitar­bei­ten­den“, sagt der Gründer von Buurt­z­org Deutsch­land, Gunnar Sander.

Seit dem 1.7.2020 erhält das Team um Gunnar Sander zudem quali­ta­tive Unter­stüt­zung. Kevin Lussu, Experte für Organi­sa­ti­ons­ent­wick­lung, New Work und Coaching unter­stützt ab sofort die Geschäfts­füh­rung von Buurt­z­org. Lussu soll dabei helfen, dass Pflege­kon­zept von Buurt­z­org, welches in den Nieder­lan­den bereits die Pflege revolu­tio­niert habe, auch in Deutsch­land zu etablieren.

Buurt­z­org-Modell: Gute Pflege braucht zufrie­dene Mitarbeiter

Durch Buurt­z­org soll sich die ambulante Pflege in Deutsch­land erheb­lich verbes­sern. Derzeit mangele es vor allem an den guten Arbeits­be­din­gun­gen in der häusli­chen Pflege. Dazu stünden Zeitdruck und Bürokra­tie im Vorder­grund und weniger die Anerken­nung der Pflegen­den. Die Pflege sollte für die Mitar­bei­ten­den dabei jedoch mehr eine Berufung sein als ein Job.

Hier setzt Buurt­z­org an. Getreu dem Motto „Mensch­lich­keit vor Bürokra­tie“ verhan­delt Buurt­z­org mit den deutschen Kassen und rechnet dabei nach Anwesen­heit der Pflege­kräfte im Zuhause der Pflege­be­dürf­ti­gen ab, statt nach undurch­sich­ti­gen Leistungs­bau­stei­nen. Gute Pflege braucht zufrie­dene Pflege­kräfte. Und diese brauchen genügend Zeit, um die Patien­ten adäquat versor­gen zu können. Zeitdruck habe in der ganzheit­li­chen Pflege nichts verlo­ren. Nach dem Buurt­z­org-Modell arbei­ten die Pflege­kräfte maximal eigen­stän­dig und unhier­ar­chisch in kleinen Teams, um mehr Flexi­bi­li­tät für die Patien­ten und bei der Dienst­plan­ge­stal­tung zu gewin­nen. Daneben spielt auch der Einsatz von Angehö­ri­gen, Freun­den und Nachbarn der pflege­be­dürf­ti­gen Person eine größere Rolle.

Über das Konzept von Buurt­z­org hatte die Rechts­de­pe­sche bereits an anderer Stelle berich­tet. Der Geschäfts­füh­rer von Buurt­z­org Deutsch­land, Johan­nes Technau, war übrigens auch bei der Winter­aka­de­mie 2020 mit dabei, mehr dazu hier.

Quelle: Buurt­z­org Deutschland