Der klinische Kompressionsstrumpf bietet zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Therapiealternativen.
Der kli­ni­sche Kom­pres­si­ons­strumpf bie­tet zahl­rei­che Vor­tei­le gegen­über ande­ren The­ra­pie­al­ter­na­ti­ven.medi

Im kli­ni­schen All­tag gibt es zahl­rei­che Situa­tio­nen, in denen Kom­pres­si­on ein­ge­setzt wer­den kann. Beson­ders bei Indi­ka­tio­nen, die einen chir­ur­gi­schen Ein­griff erfor­dern, sei es etwa im ortho­pä­di­schen, gynä­ko­lo­gi­schen oder venen­chir­ur­gi­schen Bereich, pro­fi­tie­ren die Pati­en­ten von kli­ni­scher Kurz­zeit­kom­pres­si­on. [1,2,3]

Die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie ist unter ande­rem für fol­gen­de Ein­satz­ge­bie­te wis­sen­schaft­lich belegt:

Anzei­ge
PWG-Seminare
  • Pro­phy­la­xe von post­ope­ra­ti­ven und post­trau­ma­ti­schen Öde­men [3]
  • Reduk­ti­on von post­ope­ra­ti­ven und post­trau­ma­ti­schen Schmer­zen [4]
  • Reduk­ti­on von post­ope­ra­ti­ven Häma­to­men [3]
  • Bes­se­re Reha­bi­li­ta­ti­on und frü­he­re Mobi­li­sa­ti­on der Pati­en­ten [1]
  • Reduk­ti­on des Risi­kos eines post­throm­bo­ti­schen Syn­droms nach Dia­gno­se einer tie­fen Bein­ven­en­throm­bo­se [4]

Voraussetzungen für eine effektive Kompression

Für eine erfolg­rei­che und wirk­sa­me Kom­pres­si­ons­the­ra­pie ist ein gra­du­ier­ter, abneh­men­der Druck­ver­lauf essen­zi­ell. Das kom­pres­si­ve Gestrick wirkt mit Druck von außen auf das Gewe­be. Dadurch wird der venö­se Blut­rückfluss zum Her­zen unter­stützt. Dies bewirkt eine Reduk­ti­on des Volu­mens respek­ti­ve des Ödems. medi führt regel­mä­ßig und frei­wil­lig unab­hän­gi­ge Tests für sei­ne kli­ni­schen Kom­pres­si­ons­strümp­fe mit Hil­fe des Hohen­stein-Sys­tems durch, die nach­weis­lich den defi­nier­ten, abneh­men­den Druck­ver­lauf bestä­ti­gen. Die­ses Qua­li­täts­merk­mal unter­stützt und sichert die The­ra­pie­er­fol­ge.

Medizinisch effektive und ökonomisch sinnvolle Therapieoption

Eine aktu­el­le Stu­die aus dem Jah­re 2018 bestä­tigt, dass der kli­ni­sche Kom­pres­si­ons­strumpf medi­ven stru­va den The­ra­pie­al­ter­na­ti­ven „Kei­ne Kom­pres­si­on“ sowie „Mehr­la­gi­ge Kurz­zug­ver­bän­de“ hin­sicht­lich der Ödem­pro­phy­la­xe über­le­gen ist. [4] Zudem ist die gesund­heits­be­zo­ge­ne Lebens­qua­li­tät (Health Rela­ted Qua­li­ty of Life – HRQoL) der Pati­en­ten, unter ande­rem hin­sicht­lich Mobi­li­tät und Schmer­zen, signifi­kant ver­bes­sert. Auch wirt­schaft­lich bie­tet der kli­ni­sche Kom­pres­si­ons­strumpf Vor­tei­le, da durch sei­nen Ein­satz 40 Pro­zent der durch­schnitt­li­chen, wöchent­li­chen Mate­ri­al­kos­ten, im Ver­gleich zu mehr­la­gi­gen Kurz­zug­ver­bän­den, ein­ge­spart wer­den kön­nen. [4] Nach Auf­fas­sung der Autoren stellt der kli­ni­sche Kom­pres­si­ons­strumpf sowohl aus Pati­en­ten­sicht als auch aus gesund­heits­öko­no­mi­scher Per­spek­ti­ve eine güns­ti­ge, ein­fa­che und siche­re Alter­na­ti­ve zum mehr­la­gi­gen Kurz­zug­ver­band dar.

Patientenindividuelle Versorgung

Zur opti­ma­len Behand­lung muss die Kom­pres­si­on an die jewei­li­ge Indi­ka­ti­on, Situa­ti­on und Mobi­li­tät des Pati­en­ten ange­passt wer­den. Für den kli­ni­schen Ein­satz bie­tet medi kli­ni­sche Kom­pres­si­ons­strümp­fe in drei ver­schie­de­nen Kom­pres­si­ons­stär­ken: leicht, mit­tel und kräf­tig.

[1] Sul­tan MJ et al. Com­pres­si­on sto­ckings in the manage­ment of frac­tures of the ankle. Bone Joint Journ 2014;96‑B(8):1062–1069.
[2] Clar­ke-Pear­son D et al. Pre­ven­ti­on of venous throm­bo­em­bo­lic events after gyne­co­lo­gic sur­ge­ry. Obstet Gyne­col 2012;119(1):155–167.
[3] Maria­ni F et al. Mul­ti­cen­ter ran­do­mi­zed tri­al com­pa­ring com­pres­si­on with elastic sto­cking ver­sus ban­da­ge after sur­ge­ry for vari­co­se veins. Journ Vasc Surg 2011;53:115–122.
[4] Amin E E et al. Cli­ni­cal and eco­no­mic impact of com­pres­si­on in the acu­te pha­se of deep vein throm­bo­sis. Jour­nal of Throm­bo­sis and Hae­mo­sta­sis 2018;16:1555–1563.