Pflegereform - Das Netz diskutiert um die Generalisierung der Pflegeausbildung
Pfle­ge­re­form – Das Netz dis­ku­tiert um die Gene­ra­li­sie­rung der .

Ein immer wie­der viel und heiß dis­ku­tier­tes The­ma inner­halb der Pfle­ge: die gene­ra­lis­ti­sche . Bereits im Janu­ar 2016 beschloss das Bun­des­ka­bi­nett einen ent­spre­chen­den Gesetz­ent­wurf. Doch das Vor­ha­ben stößt seit­dem immer wie­der auf Kri­tik. Aber wor­um geht es eigent­lich genau?

Mit dem Gesetz zur Reform der Pfle­ge­be­ru­fe sol­len die bis­her getrennt gere­gel­ten Berufs­bil­der in der Alten­pfle­ge, der Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge sowie der Gesund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge zu einer neu­en gene­ra­lis­tisch aus­ge­rich­te­ten Pfle­ge­aus­bil­dung mit einem ein­heit­li­chen Berufs­ab­schluss zusam­men­ge­führt wer­den. Heißt: aus drei mach eins. Die geplan­te Reform soll den Beruf vor­al­lem für jun­ge Nach­wuchs­kräf­te attrak­ti­ver gestal­ten. Denn sowohl Alten­hei­me als auch Kran­ken­häu­ser sind mas­siv auf neu­es Per­so­nal ange­wie­sen.

Einige Stellungnahmen aus dem Netz

Auch Rechts­de­pe­sche Online hat sich mit dem The­ma aus­ein­an­der­ge­setzt und woll­ten von den Lesern wis­sen, was sie von der Pfle­ge­re­form hal­ten.

Der Hin­ter­grund für die Reform ist die Tat­sa­che, dass die Anfor­de­run­gen in den jewei­li­gen Beru­fen ste­tig steigt und Aus­zu­bil­den­de durch Schu­lung in allen Berei­chen (Alten‑, Kran­ken- und Kin­der­pfle­ge) die Mög­lich­keit erhal­ten, ihre Kennt­nis­se noch mehr zu erwei­tern. So sieht das auch Nico­le And­re­sen. Sie selbst ist eben­falls so aus­ge­bil­det wor­den und führt an, dass in ande­ren Län­dern, wie zum Bei­spiel Däne­mark, eine sol­che Aus­bil­dung üblich ist.

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Bär­bel Kreit­mair hat bereits über 20 Jah­re in der Kran­ken­pfle­ge gear­bei­tet und ist zur­zeit in einem Pfle­ge­heim ange­stellt. Aus ihrer Sicht wäre die Umset­zung des Vor­ha­bens sehr unrea­lis­tisch, denn für eine Pfle­ge­re­form müss­te der Per­so­nal­schlüs­sel deut­lich erhöht wer­den.

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Peter Nae­ser steht der gene­ra­lis­ti­schen Pfle­ge­re­form zwar nicht nega­tiv gegen­über, aller­dings gibt es sei­ner Mei­nung nach jede Men­ge ande­re Pro­ble­me im Pfle­ge­be­reich um die es sich zuerst zu küm­mern gilt. Für ihn wer­den die zu behan­deln­den Men­schen bei der Pla­nung außer Acht gelas­sen.

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Ste­fan Schwark ist ein Befür­wor­ter der . Statt meh­re­rer ver­schie­de­ner Berufs­be­zeich­nun­gen, wünscht er sich eine all­ge­mei­ne Bezeich­nung. Und das hat auch sei­nen Sinn, denn durch die abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung zum „Pfle­ge­fach­mann“ und zur „Pfle­ge­fach­frau“ wür­de es auch gleich­zei­tig zu einer Auf­wer­tung des Pfle­ge­be­rufs füh­ren: Eine Ver­ein­heit­li­chung der drei Pfle­ge­be­ru­fe wür­de die Ein­satz­mög­lich­kei­ten der Absol­ven­ten erhö­hen, gleich­zei­tig gewährt es mehr Fle­xi­bi­li­tät inner­halb der Pfle­ge­be­ru­fe, denn die Absol­ven­ten hät­ten die Mög­lich­keit zwi­schen den drei Berufs­fel­dern zu wech­seln.

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Fazit

Die Gene­ra­li­sie­rung in der Pfle­ge­aus­bil­dung bleibt ein sehr umstrit­te­nes The­ma. Auch zahl­rei­che Fach- und Berufs­ver­bän­de sehen sich mit der Refor­ma­ti­on der Pfle­ge­aus­bil­dung im Zwie­spalt. Glei­ches gilt für die Ver­ant­wort­li­chen in der Gesund­heits­po­li­tik. Eine Über­sicht über die Debat­te kön­nen Sie hier ein­se­hen.

Die Redak­ti­on bedankt sich bei allen Lesern, die bereit­wil­lig ihre Gedan­ken zur Gene­ra­li­sie­rung geteilt haben und zu einer inter­es­san­ten Dis­kus­si­on ange­regt haben. Lasst Sie uns auch Ihre Mei­nung zu dem The­ma wis­sen. Schrei­ben Sie uns doch einen Kom­men­tar unter die­sen Bei­trag.