Der Deut­sche Bun­des­tag hat im Mai 2017 den Geset­zes­be­schluss zur Errich­tung eines bun­des­wei­ten Samen­spen­der-Regis­ters gefasst. Wie das Deut­sche Insti­tut für Medi­zi­ni­sche Doku­men­ta­ti­on und Infor­ma­ti­on (DIMDI) mit­teilt, hat das Regis­ter am 01. Juli 2018 sei­nen Start auf­ge­nom­men. Per­so­nen, die ab dem 01. Juli 2018 durch eine hete­ro­lo­ge Samen­spen­de gezeugt wur­den, haben damit künf­tig ein Recht mit­tels des Regis­ters zu erfah­ren, wer ihr Spen­der ist.

„Spen­der­kin­der haben ein Recht zu wis­sen, von wem sie abstam­men. Genau das kön­nen sie zukünf­tig bei uns erfah­ren“, begrüßt Direk­tor Dr. Diet­rich Kai­ser den Start des Samen­spen­der-Regis­ters beim DIMDI.

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Ins­ge­samt 110 Jah­re lang wer­den die ent­spre­chen­den Daten beim DIMDI gespei­chert. Dabei han­delt es sich um weni­ge per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten sowohl von Spen­der als auch von Emp­fän­ge­rin, wie etwa Name, Geburts­tag, Geburts­ort und Anschrift. Dar­über hin­aus ist es für Spen­der mög­lich, frei­wil­lig wei­te­re Anga­ben über bei­spiels­wei­se Aus­se­hen oder Schul­bil­dung zu machen. Außer­dem wer­den die Daten nur dann auf­ge­nom­men, wenn nach einer Samen­spen­de und einer künst­li­chen Befruch­tung Kin­der tat­säch­lich gebo­ren wur­den.

Ent­schei­det sich künf­tig ein Spen­der­kind dazu, Aus­kunft über sei­nen Samen­spen­der zu erhal­ten, wird vier Wochen vor Aus­kunft der jewei­li­ge Spen­der infor­miert, sodass er sich auf eine poten­zi­el­le Kon­takt­auf­nah­me ein­stel­len kann.