Arzneimittel

Einfach ruhig gestelltTotale Fehlversorgung von Demenzerkrankten

Statt auf Antidementiva zurückzugreifen, werden Demenzerkrankte zu häufig einfach mit Beruhigungsmitteln ruhig gestellt. Erschwerend kommt hinzu: Im Bereich der Alzheimerdemenz darf man in den nächsten Jahren mit keinem Durchbruch in der Arzneimitteltherapie rechnen. Eine fatale Prognose, wenn man bedenkt, dass die Zahl der Betroffenen zukünftig nicht abnehmen, sondern zunehmen wird.



Klinische StudienWie Medikamente getestet werden

Der sogenannte "Diesel-Skandal" hat eine Debatte über die ethische Vertretbarkeit von Tests an Menschen entfacht. Auch in anderen Bereichen dienen Menschen als Probanden: Bevor ein Medikament auf den Markt kommt, muss es am Menschen getestet worden sein.


Vorschlag der EU-KommissionEU will einheitliche Arzneimittelbewertung

Die EU-Kommission hat einen Regelungsvorschlag vorgelegt, wonach die Bewertung von Arzneimitteln und Medizinprodukten auf EU-Ebene erfolgen soll. Während Befürworter den Vorschlag als Fortschritt bewerten, sehen Kritiker das hohe Niveau der Nutzenbewertung in Deutschland gefährdet.



AnzeigeLücken im VersicherungsschutzImpfstoff- oder Medikamentenverderb – Versicherungsschutz im Einzelfall

Für den Verderb von Impfstoffen oder Medikamenten kommen diverse Ursachen in Betracht, die für den Versicherungsnehmer oft nicht oder nur schwer beherrschbar sind. Eine Haftung des Versicherungsnehmers für den entstandenen Schaden dürfte schnell angenommen werden, hat er doch Maßnahmen zu ergreifen, um dies zu verhindern. Der Schaden ist nicht nur ärgerlich, sondern meist auch teuer.


Arzneiverordnungs-Report 2017Patentgeschützte Arzneimittel werden teurer

Die Arzneimittelausgaben lagen 2016 bei rund 38,5 Milliarden Euro. Es wurden insgesamt mehr, aber vor allem auch teurere Arzneimittel gegenüber dem Vorjahr verordnet. Grund dafür war die starke Kostensteigerung bei den patentgeschützten Wirkstoffen, erklärt der Herausgeber des kürzlich veröffentlichten Arzneiverordnungs-Reports 2017, Prof. Ulrich Schwabe.



Frühe NutzenbewertungZusatznutzen bei Medikamenten nicht belegt

Die Ad-hoc-Kommission Nutzenbewertung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) fordert in einem Positionspapier zur frühen Nutzenbewertung neuer Arzneimittel, die Methodik der Bewertung zu erweitern. Es sei wichtig, das patientenrelevante Outcome stärker einzubeziehen und damit zu einem wichtigen Kriterium der Bestimmung eines Zusatznutzens werden zu lassen.


Aufgekochte DebatteSollen Krankenkassen für homöopathische Arzneimittel bezahlen?

Spätestens seit dem Tweet der Techniker Krankenkasse zur Homöopathie ist das Thema um die Kostenerstattung für homöopathische Arzneimittel nun wieder mehr als aktuell. KBV-Chef, Dr. Andreas Gassen, forderte auf der KBV-Vertreterversammlung am Montag vehement, die Kostenerstattung für homöopathische Mittel aus dem Leistungskatalog der Kassen zu streichen, solange ihre Wirksamkeit nicht erwiesen ist.