Bereits Ende Janu­ar 2015 wur­de die Schlie­ßung des Senio­ren­wohn­zen­trums „Haus Dot­ten­dorf“ von der Stadt Bonn ver­an­lasst. Grund waren erheb­li­che Män­gel im Per­so­nal­ein­satz sowie in der Pfle­ge, sodass inner­halb kür­zes­ter Zeit zahl­rei­che Bewoh­ner in ande­ren Ein­rich­tun­gen unter­ge­bracht wer­den muss­ten. Gegen den Beschluss der Stadt Bonn hat­te die Betrei­be­rin Kla­ge erho­ben, das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln hat­te die Ver­fü­gun­gen der Stadt Bonn aller­dings in zwei Urtei­len bestä­tigt – das Kla­ge­be­geh­ren der Betrei­be­rin war also erfolg­los (Az.: 22 K 405/15 und Az.: 22 K 574/15).

Auch den von ihr bean­trag­ten vor­läu­fi­gen Rechts­schutz hat man abge­lehnt. Grund dafür war, dass sei­tens des Pfle­ge­heims nicht gewähr­leis­tet wer­den konn­te, dass die struk­tu­rel­len Pfle­ge­män­gel inner­halb kür­zes­ter Zeit beho­ben wer­den kön­nen. Daher bestand nach wie vor erheb­li­ches Risi­ko für die pfle­ge­be­dürf­ti­gen Bewoh­ner. Auch im Haupt­sa­che­ver­fah­ren wur­de die­se Ent­schei­dung mit­ge­tra­gen. Die Män­gel hät­ten ein Aus­maß erreicht, das einen ver­ant­wor­tungs­vol­len Betrieb der Ein­rich­tung aus­ge­schlos­sen habe.

Gegen das Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Köln bestand die Mög­lich­keit der Beru­fung, die von der Betrei­be­rin wahr­ge­nom­men wur­de. Die Beru­fungs­kla­ge wur­de aller­dings abge­lehnt, wie das das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt von Nord­rhein-West­fa­len (NRW) in einer Pres­se­mit­tei­lung vor weni­gen Tagen bekannt gab. Grund war, dass die ein­ge­brach­ten Ein­wän­de der Betrei­be­rin kei­ne Zwei­fel an der Rich­tig­keit der gegen sie gerich­te­ten Urtei­le auf­war­fen. Zum Schut­ze der Bewoh­ner sei kei­ne ande­re Mög­lich­keit übrig geblie­ben als die Schlie­ßung zu ver­an­las­sen.