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Sie versorgen die Schüler bei Verletzungen und akuten Erkrankungen, sie helfen mit Pflastern oder anderen Hilfsmitteln aus, unterstützen Eltern und Lehrer im Umgang mit chronischen Erkrankungen von Schülern, leiten gesundheitliche Präventionsprojekte in den Klassen und leisten in Notfällen Erste Hilfe: Schulgesundheitsfachkräfte, auch als „Schulpfleger“ oder teilweise als „Schulschwestern“ bezeichnet, sind ausgebildete Pflegefachkräfte, die aber – statt in klassischen Pflegeeinrichtungen oder in Krankenhäusern – in Schulen arbeiten und dort die Schüler und Schülerinnen versorgen, wenn sie sich beispielsweise beim Sportunterricht verletzt haben.

International ist das Berufsbild des Schulpflegers schon länger etabliert, so etwa in Polen, in den USA oder in skandinavischen Ländern. In Deutschland wird es derzeit erprobt, so etwa im Rahmen des Modellprojekts „Schulgesundheitsfachkräfte an öffentlichen Schulen im Land Brandenburg“, das nun im Oktober 2018 laut Projektplan endet. Bei dem 2016 gestarteten Projekt arbeiteten zehn examinierte Gesundheits-/ Kinder- und Krankenpfleger als Schulpfleger an insgesamt 20 Brandenburger Schulen. Leitgedanke beim Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften ist, dass man von einem Zusammenhang zwischen dem gesunden Aufwachsen und dem Bildungserfolg von Kindern ausgeht. Und wie sich zeigt, scheint das Projekt durchaus bei Schülern, Eltern und Lehrerschaft anzukommen – so ging es bereits aus einer Zwischenevaluation hervor, die Mitte Februar 2018 auf einer Fachtagung in Potsdam vorgestellt wurde.

Die zehn Schulpfleger des Modellprojekts versorgten über 7000 Schüler und Schülerinnen in Landkreisen und kreisfreien Städten Brandenburgs. So auch beispielsweise Michaela Keller, die einst auf der Intensivstation gearbeitet hat und dann als Schulpflegerin an einer Schule in Beelitz tätig wurde. Ihr Arbeitsalltag sowie die Erfahrungen anderer Schulgesundheitsfachkräfte werden in diesem Projektfilm „Gesundheit macht schlau“ des AWO Bezirksverband Potsdam vorgestellt.

Träger des Modellprojektes ist der AWO Bezirksverband Potsdam e.V. der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Finanziert wird es durch die Unfallkasse Brandenburg, der AOK Nordost, in Zusammenarbeit mit dem Brandenburger Bildungs- und Gesundheitsministerium. Auch im Partnerland Hessen erprobt man das Konzept der Schulgesundheitsfachkräfte.

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