Anzei­ge
ConvaTec AquacelFoam
YouTube

Mit dem Laden des Vide­os akzep­tie­ren Sie die Daten­schutz­er­klä­rung von You­Tube.
Mehr erfah­ren

Video laden

Könn­ten Throm­bo­se­vor­beu­gen­de Medi­ka­men­te wie Hepa­rin oder ASS bereits hel­fen, einen schwe­ren COVID-19-Ver­lauf zu ver­hin­dern? Der­zeit wird viel Ener­gie und Arbeit in die For­schung von Impf­stof­fen sowie von Behand­lung­mög­lich­kei­ten für COVID-19-Pati­en­ten gesteckt, die bereits mit schwe­ren Sym­pto­men auf den Inten­siv­sta­tio­nen lie­gen. Doch der zusätz­li­che Fokus auf die Erfor­schung von Behand­lungs­mög­lich­kei­ten für eine ganz bestimm­te Pha­se der COVID-19-Erkran­kung ist wäh­rend der gesam­ten Pan­de­mie ver­lo­ren gegan­gen, sagt Dr. Eri­ka Mendoza:

Eine Behand­lung mit vor­beu­gen­den Medi­ka­men­ten fin­det in der Zeit­span­ne zwi­schen der Infek­ti­on und der Ver­schlech­te­rung des gesund­heit­li­chen Zustands (ca. eine Woche) der­zeit nicht statt. Stu­di­en, ob in die­ser Pha­se ein­fa­che Medi­ka­men­te wie Hepa­rin oder ASS – alt­be­kannt und regel­mä­ßig im Ein­satz zur Ver­mei­dung von Throm­bo­sen – einen schwe­ren Ver­lauf ver­hin­dern könn­ten, ste­hen seit Beginn der Pan­de­mie letz­ten Jah­res aus.

Der Ansatz von Dr. Men­do­za, Ärz­tin und Gene­ral­se­kre­tä­rin der Deut­schen Gesell­schaft für Phle­bo­lo­gie, liegt nahe, wenn man sich ver­ge­gen­wär­tigt, dass Aut­op­sien von ver­stor­be­nen COVID-19-Pati­en­ten und ‑Pati­en­tin­nen bereits zeig­ten, dass die Bil­dung von Throm­bo­sen hier eine bedeu­ten­de Rol­le spie­len. Belast­ba­re Daten für die­sen The­ra­pie­an­satz gibt es bis­lang jedoch nicht.

Ver­su­che, eine grö­ßer ange­leg­te Stu­die zu initi­ie­ren, sind bis­lang ins Lee­re gelau­fen – unter ande­rem, weil das Arz­nei­mit­tel­ge­setz dem im Wege steht. Eine dies­be­züg­li­che Stu­die mit den bereits auf dem Markt zur Ver­fü­gung ste­hen­den Medi­ka­men­ten ASS oder Hepa­rin müs­sen den­sel­ben Prüf­plan durch­lau­fen wie ein neu­er COVID-Impf­stoff, so Men­do­za. Auf den rund zwei Mil­lio­nen Euro für die Stu­die blie­be man der­zeit aber sit­zen. Für die enga­gier­te Ärz­tin ist es unver­ständ­lich, wie­so so wenig in der prä­kli­ni­schen Pha­se geforscht wer­den. Schließ­lich habe bereits die Deut­sche Gesell­schaft für Angio­lo­gie Ende April 2020 in einer Hand­rei­chung auf den Ein­satz von vor­beu­gen­den Medi­ka­men­ten bei gesi­cher­ter COVID-19-Infek­ti­on und vor­lie­gen­dem Risi­ko für venö­se Throm­bo­em­bo­lien verwiesen.

Im Online-Vor­trag erläu­tert Dr. Men­do­za aus­führ­lich den The­ra­pie­an­satz und äußert ihre For­de­rung nach der Mög­lich­keit einer groß ange­leg­ten Stu­die, um auf die­se Wei­se mög­li­cher­wei­se wei­te­re schwe­re und töd­li­che Ver­läu­fe von COVID-19 zu verhindern.