In einem Senio­ren­wohn­heim in Hei­den wur­de in der Nacht zum Mitt­woch (17.8.) ein demenz­kran­ker Bewoh­ner tot auf­ge­fun­den. Eine Pfle­ge­rin hat­te wäh­rend ihres Kon­troll­gangs bemerkt, dass der 83-Jäh­ri­ge sich nicht in sei­nem Zim­mer befin­det. Dar­auf­hin fand sie ihn im Nach­bar­zim­mer, wo er mit einem ande­ren 74-jäh­ri­gen Bewoh­ner – eben­falls demenz­krank – im Bett lag. Der 74-Jäh­ri­ge wur­de schwer ver­letzt auf­ge­fun­den, jedoch konn­te der hin­zu geru­fe­ne Not­arzt nur noch den Tod des Man­nes fest­stel­len.

Erinnerungsverluste erschweren die Ermittlungen

„Nach jet­zi­gem Ermitt­lungs­stand müs­sen wir von einer Gewalt­tat aus­ge­hen“, erklär­te Ober­staats­an­walt Matin Bot­zen­hardt heu­te in Müns­ter. „Auf­grund der vor­lie­gen­den Demen­z­er­kran­kung und dem damit ver­bun­de­nen Ver­lust des Kurz­zeit­ge­dächt­nis­ses hat der 83- Jäh­ri­ge kei­ne Erin­ne­rung an den Gesche­hens­ab­lauf der letz­ten Nacht“, erklär­te Bot­zen­hardt wei­ter. Auf Anord­nung der Staats­an­walt­schaft Müns­ter erfolg­te im Insti­tut für Rechts­me­di­zin der Uni­ver­si­täts­kli­nik Müns­ter die Obduk­ti­on des Ver­stor­be­nen. „Der Tod ist in der Fol­ge von stump­fer Gewalt­ein­wir­kung ein­ge­tre­ten“, fass­te der Ober­staats­an­walt das Ergeb­nis der Unter­su­chung zusam­men.

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Über den genaue­ren Tat­her­gang sind der­zeit kei­ne wei­te­ren Infor­ma­tio­nen bekannt. Zur Klä­rung ist nun eine Mord­kom­mis­si­on des Poli­zei­prä­si­di­ums Müns­ter unter der Lei­tung von Kri­mi­nal­haupt­kom­mis­sar Ulrich Bux im Ein­satz.