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Zum Welt-Thrombose-Tag finden zahlreiche Veranstaltungen statt.
Ein Thrombus (Computerdarstellung)Eraxion/Dreamstime.com [Dreamstime RF]

Unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe veranstaltet das Aktionsbündnis Thrombose am heutigen am heutigen Welt-Thrombose-Tag in Berlin ein Treffen mit dem Ziel, die Zahl der vermeidbaren Todesfälle infolge einer Thromboseerkrankung zu senken. Dabei wird es insbesondere um Leitlinien gehen, welche klare Empfehlungen für eine wirksame Thrombosebehandlung geben. Dazu zählen Empfehlungen, die eine wirksame Risikoeinschätzung, Vorbeugung, eine zeitnahe Diagnostik sowie zuverlässige und sichere Therapiemöglichkeiten ermöglichen.

Die konsequente Implementierung dieser Leitlinien zu Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Venösen Thromboembolie können zu einer verbesserten Patientenversorgung beitragen. Doch finden diese Leitlinien tatsächlich Anwendung im Klinik-und Praxisalltag? Um die damit verbundenen Herausforderungen der Umsetzung sowie um die Zukunft der Patientenversorgung wird es in der Diskussionsrunde gehen. Vertreten sein werden Gefäßspezialisten, Vertreter des Deutschen Hausärzteverbands, das Aktionsbündnis Patientensicherheit sowie das AWMF-IMWi.

Wie entsteht eine Thrombose und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Nicht immer lässt sie sich vermeiden, doch vorbeugen kann man einer Thrombose dennoch. Regelmäßiges Bewegen, Sport, viel Trinken und nicht rauchen verringern die Gefahr, dass sich ein Blutgerinnsel in den Blutgefäßen bildet. Wenn es jedoch zu einer akuten Thrombose kommt, sind die Medizinischen Thromboseprophylaxestrümpfe (MTPS) eine der wirksamsten Behandlungsmaßnahmen. Sie sind vor allem für bettlägerige Patienten geeignet. Durch das Ausüben von Druck auf die Venen wird dafür gesorgt, dass das Zurückfließen des Blutes zum Herzen schneller erfolgt.

Bei der Thrombose handelt es sich um eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein sogenannter Thrombus bildet, der die Blutgefäße verengt bzw. verstopft. Am häufigsten tritt diese Gefäßverengung in den tiefen Beinvenen auf. In Deutschland sterben jährlich mehr Menschen an Venenthrombose und Lungenembolie als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Prostata- und Brustkrebs zusammen. Die geschätzte Zahl an Todesfällen liegt bei etwa 100.000.