Der -Spit­zen­ver­band, der Ver­band der Pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung (PKV) und die Deut­sche Kran­ken­haus­ge­sell­schaft () haben sich auf den Kata­log von Inves­ti­ti­ons­be­wer­tungs­re­la­tio­nen für das Jahr 2018 geei­nigt. Mit die­sem zum fünf­ten Mal vor­ge­leg­ten Kata­log wer­den die leis­tungs­be­zo­ge­nen Inves­ti­ti­ons­be­dar­fe für die unter­schied­li­chen Fall­pau­scha­len auf­ge­zeigt.

Die empi­risch erho­be­nen Zah­len bele­gen – wie auch in den ver­gan­gen Jah­ren – dass der bestands­er­hal­ten­de Inves­ti­ti­ons­be­darf der Kran­ken­häu­ser bun­des­weit bei sechs Mil­li­ar­den Euro liegt. Gera­de ein­mal die Hälf­te wird der­zeit von den Bun­des­län­dern gedeckt, heißt es in einer gemein­sa­men Pres­se­mit­tei­lung.

Der Kata­log der Inves­ti­ti­ons­pau­scha­len basiert auf Kal­ku­la­tio­nen des Insti­tuts für das Ent­gelt­sys­tem im (InEK). Dabei wird jedem Fall eine soge­nann­te Inves­ti­ti­ons­be­wer­tungs­re­la­ti­on zuge­ord­net. Die­se Ver­hält­nis­wer­te stel­len den not­wen­di­gen Inves­ti­ti­ons­be­darf eines Kran­ken­hau­ses dar. Durch die­sen Kata­log ist es mög­lich, die Inves­ti­ti­ons­mit­tel leis­tungs­be­zo­gen den Kran­ken­häu­sern zuzu­ord­nen.

Doch die Nut­zung des Instru­ments liegt in der Ent­schei­dung des jewei­li­gen Bun­des­lan­des. Zudem ent­schei­den allein die Bun­des­län­der auch bei Anwen­dung der Ver­hält­nis­zah­len über die Höhe des für Inves­ti­tio­nen bereit­ge­stell­ten Finanz­vo­lu­mens. Bis­her wer­den die Inves­ti­ti­ons­be­wer­tungs­re­la­tio­nen in Ber­lin und Hes­sen ange­wen­det.

Investition der Bundesländer von zentraler Bedeutung

Die Finan­zie­rung von Kran­ken­häu­sern erfolgt in Deutsch­land über zwei Säu­len. Die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen und die Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung tra­gen die Betriebs­kos­ten, wie zum Bei­spiel die Kos­ten für die abge­rech­ne­ten medi­zi­ni­schen Leis­tun­gen und für das Kli­nik­per­so­nal. Die Bun­des­län­der hin­ge­gen sind für die Inves­ti­tio­nen ver­ant­wort­lich.

Von zen­tra­ler Bedeu­tung ist des­halb die Höhe der vom jewei­li­gen Bun­des­land bereit­ge­stell­ten Mit­tel. Auch wenn dies von Land zu Land durch­aus unter­schied­lich ist, ist in der Gesamt­heit fest­zu­stel­len, dass unzu­rei­chend Inves­ti­ti­ons­mit­tel zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Auch die letz­te Kran­ken­haus­re­form hat dar­an lei­der nichts geän­dert, bedau­ern die Akteu­re in der Mit­tei­lung.

Wie groß das Pro­blem bereits sei, zei­ge sich beson­ders deut­lich, wenn man die Mit­tel der Län­der in Bezug zu den Aus­ga­ben der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung stellt. Ent­spra­chen die Inves­ti­ti­ons­mit­tel Anfang der 70er Jah­re noch 25 Pro­zent der Gesamt­aus­ga­ben der GKV, lie­gen sie heu­te bei unter vier Pro­zent. Wie auch in den Vor­jah­ren sei­fest­zu­stel­len, dass die Bun­des­län­der ihrer Ver­pflich­tung zur Finan­zie­rung der Inves­ti­tio­nen nicht nach­kom­men.