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Ist eine Pfle­ge­fach­per­son in ihrer Frei­zeit dazu ver­pflich­tet sich wei­ter­zu­bil­den? Die­se Fra­ge beant­wor­tet Her­aus­ge­ber der Rechts­de­pe­sche Prof. Dr. Vol­ker Groß­kopf im unten­ste­hen­den Video. Natür­lich soll­te eine Pfle­ge­fach­per­son mög­lichst einen gewis­sen Eigen­an­trieb haben, um sich auch außer­halb der Arbeits­zei­ten in dem Beruf wei­ter­zu­bil­den. Dar­über hin­aus gibt es mit § 630a Absatz 2 BGB aber auch einen recht­li­chen Rah­men, der die­sen Sach­ver­halt regelt. In die­sem Para­gra­phen ist auf­ge­führt, wel­che Leis­tung ein Behan­deln­der oder eine Behan­deln­de sei­nem Ver­trags­part­ner, d.h. der Pati­en­tin oder dem Pati­en­ten schul­det. Nach die­ser Vor­schrift ist die Pfle­ge­fach­per­son ver­pflich­tet eine Leis­tung zu erbrin­gen, die dem aner­kann­ten Stand der Wis­sen­schaft und For­schung ent­spricht. Hier­von kann nur abge­wi­chen wer­den, wenn die bei­den Ver­trags­part­ner dies ande­res ver­ein­ba­ren sollten.

Soll­te also eine Pfle­ge­fach­per­son selbst­stän­dig tätig sein, zum Bei­spiel in einem ambu­lan­ten Pfle­ge­dienst oder in einer bera­ten­den Funk­ti­on – dann muss sich die­se Per­son aus der ent­spre­chen­den ver­trag­li­chen Ver­ant­wor­tung her­aus fort­bil­den, um die Leis­tung auch sach­ad­äquat erbrin­gen zu können.

In einem abhän­gi­gen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis – also wenn die Pfle­ge­fach­per­son als Ange­stell­te oder Ange­stell­ter tätig wird – wäre die Ver­trags­part­ne­rin oder der Vetrags­part­ner des Pati­en­ten bei­spiels­wei­se das Kran­ken­haus, das Alten­heim oder der ambu­lan­te Pfle­ge­dienst. Ent­spre­chend schul­det dann die Ein­rich­tung eine Behand­lung, die dem Stand der Wis­sen­schaft und For­schung ent­spricht. Des­halb ist die Ver­trags­part­ne­rin oder der Ver­trags­part­ner – also die Ein­rich­tung – dazu ver­pflich­tet, die Per­so­nen, wel­che sie zur Erfül­lung die­ser Leis­tung ein­setzt auch auf die­sen aner­kann­ten Stand der pfle­ge­ri­schen Wis­sen­schaft und For­schung zu ver­brin­gen. Eine nöti­ge Fort­bil­dung, um die­sen Stand zu errei­chen, muss mit­hin inner­halb der Arbeits­zeit voll­zo­gen und kann nicht auf die Frei­zeit über­tra­gen werden.