Politik



Arbeit trotz CoronaDBfK gegen Einsatz von Covid-positivem Pflegepersonal

Der DBfK wendet sich dagegen, Corona-infizierte Pflegekräfte zur Arbeit in der Einrichtung heranzuziehen. Das RKI hatte empfohlen, die Quarantänezeit für sie zu verkürzen und Covid-positive Mitarbeiter im Notfall in der Versorgung von bereits infizierten Patienten einzusetzen. Die Gesundheit gehe jedoch vor, so der Pflegeverband.


NiedersachsenPflegegewerkschaft BochumerBund: „Systemrelevanz = Ausbeutung“

Die Pflegegewerkschaft BochumerBund (BB) fordert das niedersächsische Sozialministerium auf, die mit einer Allgemeinverfügung geänderten Arbeitszeitregelungen umgehend wieder außer Kraft zu setzen. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung hervor. Laut Verfügung ist es Arbeitgeberinnen und -gebern bis zum 31. Mai 2021 erlaubt, in der Pflege Beschäftigte bis zu zwölf Stunden täglich und bis zu 60 Stunden wöchentlich arbeiten zu lassen.


TabuthemaPsychische Erkrankungen nehmen zu

Wenige reden darüber, viele haben sie: Psychische Probleme nehmen seit Jahren zu und waren 2019 der zweithäufigste Krankschreibungsgrund. Das schlägt sich auch in dramatischer Weise bei der Anzahl der Rehamaßnahmen und Frühverrentungen nieder. Zwei aktuelle Meinungsumfragen zeigen derweil die sich wandelnde gesellschaftliche Einstellung zu dem Thema. Die Bundesregierung plant eine Offensive für geistiges Wohlbefinden.


Vorläufige EinigungDa kann man klatschen: Mehr Geld für Pflegekräfte

Die Verhandlungsgruppen der Tarifpartner im öffentlichen Dienst haben sich am Wochenende auf einen Kompromiss geeinigt. Alle Beschäftigten erhalten in zwei Schritten mindestens 3,2 % mehr Gehalt. Zudem gibt es schon im Dezember Corona-Bonuszahlungen. Pflegekräfte können sich besonders freuen: über verschiedene Zulagen erhalten sie nach einer Modellrechnung sogar ein Plus von 8,7 % auf dem Gehaltszettel - dauerhaft. In der Intensivpflege sind bis zu 10 % Steigerung anvisiert.


UntersuchungEigenbeteiligung: Spahn und das Pflegeversicherungsrätsel

Die Kosten für stationäre Pflege im Alter steigen seit Jahren deutlich an. Muss deshalb die Eigenbeteiligung für eine Pflegeheimunterbringung gedeckelt werden? Bundesgesundheitsminister Spahn sagt "Ja". Eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) ist vorsichtiger. Die ermittelten Zahlen würden "keine eindeutigen Rückschlüsse auf einen möglichen Reformbedarf" zulassen.  


Trotz Krankenhaus-SchließungenDeutlich mehr Intensivbetten als noch 1991

Während es in Deutschland immer weniger Kliniken und Patientenbetten gibt, ist die Zahl der Klinikbetten auf Intensivstationen seit 1991 um 36 Prozent gestiegen. Das ergab eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes für die Zeit bis 2018. Die Zusatz-Kapazitäten infolge von Corona sind in diesen Zahlen also noch nicht enthalten.


AnhörungBundestag diskutiert Verbesserungen für Pflegende

Sind die bisherigen Maßnahmen zur Unterstützung von Pflegenden ausreichend? Ist die Bonuszahlung im zweiten Bevölkerungsschutzgesetz vernünftig geregelt? Und welche coronabedingten Maßnahmen gilt es im Interesse der Arbeitnehmer wieder zurückzunehmen? Darüber hat der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages in der zweiten Septemberwoche ausführlich beraten.


Keine Streiks, kein AufmuckenWenn die Pflege bloß nicht so träge wäre

„Stolze Pflegekräfte würden die Corona-Prämie zurückweisen“ und „eigentlich arbeiten die Pflegekräfte schon seit vielen Jahren unter Streikbedingungen, die mucken aber einfach nicht auf“ - diese klaren Worte findet Dr. Angelika Zegelin, als wir sie zum Thema Berufsstolz in der Pflege befragt haben.