Pflegegeld
Eine Erhöhung des Pflege­gel­des steht bevor Bild: Agenturfotografin/Dreamstime.com

Zur Entlas­tung von Pflege­be­dürf­ti­gen zu Hause soll das Pflege­geld demnach zum 1. Januar 2024 um fünf Prozent steigen. Auch Entlas­tungs­zu­schläge für Pflege­be­dürf­tige im Heim sollen erhöht werden.

Bundes­ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl Lauter­bach (SPD) hatte bereits erken­nen lassen, dass höhere Pflege­bei­träge nötig seien, um Verbes­se­run­gen zu finan­zie­ren.

Derzeit liegt der Beitrag zur gesetz­li­chen Pflege­ver­si­che­rung bei 3,05 Prozent des Brutto­lohns, für Menschen ohne Kinder bei 3,4 Prozent. SPD, FDP und Grüne hatten auch im Koali­ti­ons­ver­trag angekün­digt, den Pflege­bei­trag „moderat“ anzuhe­ben.

Pflege­geld: Kritik von Opposi­tion und Kassen

Von der Opposi­tion und Kranken­kas­sen kam umgehend Kritik.

Die Union monierte eine ungeklärte Finan­zie­rung. Es sei völlig offen, wie hoch ein neuer Zuschuss aus Steuer­mit­teln ausfal­len soll, sagte Gesund­heits­experte Tino Sorge (CDU). Dabei sei es ein offenes Geheim­nis, dass die Pflege­ver­si­che­rung Mittel in Milli­ar­den­höhe brauche, um stabil zu bleiben. „Anderen­falls bleiben allein die Beitrags­zah­ler auf den Kosten sitzen.“

Der Chef der Kranken­kasse DAK-Gesund­heit, Andreas Storm, nannte es „völlig inakzep­ta­bel“, wenn das Pflege­geld erstmals seit 2017 um fünf Prozent angeho­ben werden soll. „Das ist unver­hält­nis­mä­ßig und lässt den notwen­di­gen Respekt vor den Pflege­be­dürf­ti­gen und der Leistung ihrer Angehö­ri­gen vermis­sen.“

Quellen: BMG/RND