Fakt #1 – Symptome

Die -Krank­heit beginnt unspe­zi­fisch. Erst spä­ter äußert sie sich durch vier Sym­pto­me:

  • Mus­kel­star­re (Rigor)
  • ver­lang­sam­te Bewe­gun­gen (Bra­dy­ki­ne­se) bis Bewe­gungs­lo­sig­keit (Aki­ne­se)
  • Mus­kel­zit­tern (Tre­mor)
  • Hal­tungs­in­sta­bi­li­tät (pos­tu­ra­le Insta­bi­li­tät)

Laut der aktu­el­len Defi­ni­ti­on von muss zu dem zen­tra­len Sym­ptom der Bra­dy­ki­ne­se bzw. Aki­ne­se min­des­tens noch eines der ande­ren Sym­pto­me in Kom­bi­na­ti­on auf­tre­ten. Dane­ben sind noch viel­fäl­ti­ge Stö­run­gen kör­per­li­cher und psy­chi­scher Art mög­lich. tritt für gewöhn­lich in der zwei­ten Lebens­hälf­te auf, ab dem 60. Lebens­jahr gehäuft.

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Fakt #2 – Ursachen

Eine kon­kre­te Ursa­che für Par­kin­son kennt man bis heu­te nicht – es gibt Ver­mu­tun­gen, aber es ist nicht voll­stän­dig geklärt, war­um die Krank­heit aus­bricht. Heu­te weiß man, dass der Aus­lö­ser für die Par­kin­son-Krank­heit in der soge­nann­ten Schwar­zen Sub­stanz (sub­stan­tia nigra) des Gehirns liegt. Bei Aut­op­sien von Par­kin­son-Pati­en­ten fiel auf, dass die­se Sub­stanz aus­geb­li­chen war. Die Schwar­ze Sub­stanz ist für die Pro­duk­ti­on des Boten­stof­fes Dopa­min zustän­dig. Erst wenn die Pro­duk­ti­on um die Hälf­te nach­ge­las­sen hat, set­zen die Par­kin­son-Sym­pto­me durch den Dopa­min-Man­gel ein.

Fakt #3 – Therapie

Eine ursäch­li­che Behand­lung der Par­kin­son-Krank­heit gibt es nicht, aber die Sym­pto­me kön­nen gelin­dert wer­den. Die Krank­heit ist mitt­ler­wei­le so gut behan­del­bar, dass Betrof­fe­ne mit ihr Jah­re und Jahr­zehn­te leben kön­nen. Das wich­tigs­te Medi­ka­ment ist L‑Dopa (Levod­o­pa), eine Vor­stu­fe des Dopa­mins, das in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schran­ke zu über­win­den und damit im Gehirn zu wir­ken. Auch Medi­ka­men­te, die den Abbau des Dopa­mins ver­lang­sa­men, wer­den gege­ben.

Fakt #4 – Forschung

Neue­re For­schungs­er­geb­nis­se haben gezeigt, dass es sich bei Par­kin­son nicht um eine ein­heit­li­che Krank­heit han­delt, son­dern um ein gan­zes Spek­trum von Krank­hei­ten. Gene­ti­sche Unter­su­chun­gen zeig­ten, dass sich bestimm­te For­men von Par­kin­son domi­nant ver­er­ben. 2007 ent­deck­ten Wis­sen­schaft­ler einen unge­fäh­ren Zusam­men­hang zwi­schen Genen und dem Abster­ben von Hirn­zel­len – aber der genaue Zusam­men­hang blieb offen. Die wei­te­re For­schung wird zei­gen, ob sich hier Zusam­men­hän­ge fin­den las­sen und damit eine Kau­sal­ur­sa­che für Par­kin­son gefun­den wird.

Fakt #5 – Geschichte

Die Sym­pto­me von Par­kin­son wur­den das ers­te Mal von dem Lon­do­ner Arzt James Par­kin­son in dem „Essay on the shaking pal­sy“ beschrie­ben. Schon vor­her hat­ten Ärz­te und Wis­sen­schaft­ler die Krank­heit beschrie­ben, so etwa Era­sis­tra­tos (3. Jh.v.Chr.), Galen von Per­ga­mon (129–199 n.Chr.) oder Para­cel­sus (1493–1541) – aber kei­ner hat­te die zwei wich­ti­gen Sym­pto­me zu einer Krank­heit zusam­men­ge­führt. Das tat erst Par­kin­son, und er ver­mu­te­te die Ursa­che für die Krank­heit im Gehirn.