Themenheft RDG 2019
The­men­heft der Rechts­de­pe­sche zur bei neu­ro­lo­gi­schen Erkran­kun­genCover: Mar­co Di Bel­la mit Stock­ma­te­ri­al von Lerod­ney Avi­son (Dreamstime.com)

Für das Füh­ren eines Kraft­fahr­zeugs ist die Fahr­eig­nung Vor­aus­set­zung. Man muss also kör­per­lich und geis­tig in der Lage sein, die Anfor­de­run­gen des Stra­ßen­ver­kehrs zu beherr­schen. Dem­ge­gen­über ist der Begriff der „“ zu stel­len, womit die zeit­lich und situa­ti­ons­ab­hän­gi­ge Fähig­keit zum Len­ken eines Fahr­zeugs im Stra­ßen­ver­kehr gemeint ist. Wer im fahr­un­tüch­ti­gen Zustand ein Fahr­zeug führt, macht sich im Sin­ne des § 315c StGB straf­bar. Doch ab wann füh­ren geis­ti­ge und kör­per­li­che Män­gel zu einer Fahr­un­tüch­tig­keit? Die­se Fra­ge stellt Pati­en­ten, medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te und Rich­ter immer wie­der vor Her­aus­for­de­run­gen.

Zur Klar­stel­lung hat die Rechts­de­pe­sche das The­men­heft „ bei neu­ro­lo­gi­schen Erkran­kun­gen“ her­aus­ge­bracht. Anschua­lich wer­den dar­in sowohl die recht­li­chen als auch medi­zi­ni­schen Fra­ge­stel­lun­gen rund um das The­ma the­ma­ti­siert. Die zivil- und straf­recht­li­che Per­spek­ti­ve wird dabei in einem Auf­satz von dem Rechts­an­walt und Her­aus­ge­ber der Rechts­de­pe­sche, Prof. Dr. Vol­ker Groß­kopf, auf­ge­wor­fen. Dar­in wer­den die zu beach­ten­den Prin­zi­pi­en und Pflich­ten erläu­tert, wenn es sei­tens des Arz­tes dar­um geht, die eines Pati­en­ten zu beur­tei­len. Zugleich wer­den die Gren­zen der jewei­li­gen recht­li­chen Ver­ant­wor­tungs­be­rei­che dif­fe­ren­ziert beleuch­tet. Anhand wel­cher Fak­to­ren die aus medi­zi­ni­scher Sicht zu bewer­ten ist, legt der Neu­ro­lo­ge und Par­kin­son-Spe­zia­list Prof. Dr. Dirk Woital­la in einem Inter­view dar und gibt unter ande­rem hilf­rei­che Hin­wei­se, wie das The­ma der Fahr­un­tüch­tig­keit mit betrof­fe­nen Pati­en­ten ange­spro­chen wer­den kann, ohne das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen Arzt und Pati­ent nach­hal­tig nega­tiv zu beein­flus­sen.

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Ein Son­der­pro­blem stellt die ärzt­li­che Über­prü­fung der Fahr­eig­nung im Rah­men einer anlass­be­zo­ge­nen Begut­ach­tung dar. Die mit dem beauf­trag­ten Medi­zi­ner und die behan­deln­den von betrof­fe­nen Pati­en­ten sehen sich dabei diver­sen recht­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen aus­ge­setzt, die Anigna Hock­amp, Rechts­an­wäl­tin und Fach­an­wäl­tin für Medi­zin­recht, in einem wei­te­ren Auf­satz auf­greift. Die haf­tungs­recht­li­chen Kon­se­quen­zen für ein ver­kehrs­me­di­zi­ni­sches wer­den von Dipl.-Jur. Micha­el Schanz abschlie­ßend ver­ständ­lich dar­ge­legt. Zuletzt run­det die anschau­li­che Dar­stel­lung zwei­er in die­sem Bereich weg­wei­sen­der Urtei­le sowie eine über­sicht­li­che Lis­te mit wei­ter­füh­ren­den Infor­ma­tio­nen und Links das The­men­heft ab.

Das The­men­heft kann hier kos­ten­los her­un­ter­ge­la­den wer­den: