Fahrtauglichkeit bei Morbus Parkinson.
bei Mor­bus .© Lee­rod­ney Avi­son | Dreamstime.com [Dream­sti­me RF]

Mobi­li­tät hat einen äußerst hohen Stel­len­wert in unse­rer Gesell­schaft. Mobil zu sein, bedeu­tet die Mög­lich­keit, sich frei und indi­vi­du­ell fort­be­we­gen und somit am gesell­schaft­li­chen Leben teil­ha­ben zu kön­nen. Arzt­be­su­che, Ein­käu­fe oder der Weg zur Arbeit wer­den mög­lich – weil wir mobil sind. Ers­tes Fort­be­we­gungs­mit­tel der Wahl ist hier­bei häu­fig der Pkw. Für die meis­ten erscheint dies als eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, für Men­schen mit Erkran­kun­gen oder Behin­de­run­gen, die auf einen Pkw zur Auf­recht­erhal­tung ihrer Mobi­li­tät ange­wie­sen sind, ist dies nicht immer der Fall.

Denn für eine Viel­zahl von Erkran­kun­gen, dar­un­ter auch Mor­bus , schränkt der Gesetz­ge­ber die der betrof­fe­nen Per­so­nen auf­grund ihrer moto­ri­schen und kogni­ti­ven Beein­träch­ti­gun­gen ein. meint dabei die gene­rel­le Eig­nung zum Füh­ren eines Fahr­zeugs, anders als die nur situa­ti­ons­be­ding­te .

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Für Ärz­te, die Pati­en­ten mit Fahr­un­taug­lich­keit behan­deln, erge­ben sich daher eine Rei­he von recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen hin­sicht­lich ihrer Auf­klä­rungs­maß­nah­men. Bei Fest­stel­lung einer Fahr­un­taug­lich­keit beim Pati­en­ten ist es näm­lich Sache des Arz­tes, sie im Rah­men der the­ra­peu­ti­sche (Siche­rungs­auf­klä­rung) gemäß § 630c Abs. 2 BGB hier­über infor­mie­ren. Dar­über hin­aus soll­te die­ses Auf­klä­rungs­ge­spräch zwin­gend in der Doku­men­ta­ti­on mit auf­ge­nom­men wer­den. Wäh­rend dies im Fall von Epi­lep­sie bereits eta­blier­te Pra­xis ist, wird dies bei Pati­en­ten mit Mor­bus Par­kin­son noch nicht regel­haft durch­ge­führt. Im Scha­den­fall wür­den sich bei unter­las­se­ner ent­spre­chen­de Ersatz­an­sprü­che sei­tens des Pati­en­ten erge­ben kön­nen.

Informationsbroschüre „Fahrtauglichkeit bei Morbus Parkinson“ klärt auf

Aus die­sem Grund ist das Infor­ma­ti­ons­blatt „Fahr­taug­lich­keit bei Mor­bus Par­kin­son“ ent­stan­den, das in gemein­sa­mer Zusam­men­ar­beit von Prof. Dr. med. Dirk Woital­la, Chef­arzt der Neu­ro­lo­gi­schen Kli­nik des St. Josef Kran­ken­hau­ses in Essen Kup­fer­dreh, Prof. Dr. med. Cars­ten Buh­mann, Neu­ro­lo­ge am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ham­burg-Eppen­dorf und dort ärzt­li­cher Lei­ter des Berei­ches Neu­ro­lo­gie im Ambu­lanz­zen­trum sowie Ober­arzt der Par­kin­son-Tages­kli­nik in der Kli­nik für Neu­ro­lo­gie sowie von Prof. Dr. jur. Vol­ker Groß­kopf, Rechts­an­walt und Pro­fes­sor für Rechts­wis­sen­schaf­ten an der Katho­li­schen Hoch­schu­le NRW in Köln, erstellt wor­den ist.

Die Bro­schü­re fasst alles rund um das The­ma Fahr­un­taug­lich­keit von Pati­en­ten mit Mor­bus Par­kin­son ver­ständ­lich zusam­men und erläu­tert, wor­auf aus medi­zi­ni­scher und recht­li­cher Sicht zu ach­ten ist. Links zu wei­ter­füh­ren­den Infor­ma­tio­nen sowie eine Check­lis­te für die Anfor­de­run­gen an Arzt und Pati­ent run­den die Infor­ma­ti­ons­samm­lung ab.