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In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und im Saaraland wurden im April in Zusammenhang mit der ehemaligen Auslandsabteilung des Klinikums Stuttgart 24 Wohnräume und Geschäftsräume von der Staatsanwaltschaft Stuttgart und dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg durchsucht.

Wie die Staatsanwaltschaft nun mitteilte, stehen neun Beschuldigte im Verdacht, als Dienstleister für die Vermittlung und Betreuung ausländischer Patienten, nicht erbrachte Leistungen abgerechnet zu haben. Auf diese Weise sollen sie unzulässig Provisionen verschafft haben. Abgerechnet wurden Rechnungsprüfungen bzw. Leistungen für die Vermittlung und Begleitung einer Kooperation des Klinikums mit einem Krankenhaus im Ausland. Fünf der Beschuldigten sollen dafür im Gegenzug Geld an mindestens einen Mitarbeiter des Klinikums Stuttgart gezahlt haben. Zudem heißt es, sie haben auch private zinslose Darlehen gewährt.

Darüber hinaus stehen neun weitere ehemalige Mitarbeiter des Klinikum im Verdacht, die Bezahlungen in Zusammenhang mit den Rechnungen veranlasst zu haben, „ohne dass hierzu eine vertragliche Verpflichtung des Klinikums Stuttgart bestand oder nachprüfbare Leistungsnachweise der Rechnungssteller vorlagen“, heißt es weiter in der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft.

Seit 2016 wird wegen Steuervergehens in diesem Fall ermittelt. Wie hoch der Schaden ist, wurde von der Staatsanwaltschaft nicht mitgeteilt.

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