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Immunsystem
Kolibak­te­rienBild: Pixabay

Immun­sys­tem im Fokus: Inzwi­schen liegen zwei Jahre Corona-Pande­mie hinter uns. Und noch immer sind die AHA-Regeln für viele Menschen Alltag: Maske und Handdes­in­fek­tion sind für viele von uns genauso selbst­ver­ständ­lich immer dabei wie der Hausschlüssel.

Das hat Auswir­kun­gen auf die Infek­ti­ons­krank­hei­ten. Laut dem Robert Koch-Insti­tut (RKI) gab es im Winter 2020/21 weder in Deutsch­land noch den anderen europäi­schen Staaten eine messbare Grippe­welle. Auch bei anderen Infek­ti­ons­krank­hei­ten wie Masern oder Keuch­hus­ten sind die Zahlen rückläufig.

Weniger Infek­tio­nen

Natür­lich werden Krank­heits­er­re­ger nicht nur über die Atemwege übertra­gen, sondern zum Beispiel auch über Berüh­run­gen, Nahrung oder Getränke. Trotz­dem ist klar: Wir haben uns in den vergan­gen Jahren deutlich weniger mit Viren infiziert, mit denen wir uns sonst – beson­ders im Winter – regel­mä­ßig anste­cken. Gerade die Infek­tion mit Erkäl­tungs­vi­ren ist etwas, womit die meisten Menschen unter norma­len Umstän­den mehrmals im Jahr zu tun haben.

Viele Menschen befürch­ten deshalb, dass unser Immun­sys­tem schlicht unter­for­dert ist – und deshalb weniger gut auf Krank­hei­ten reagiert. Denn schließ­lich „lernt“ unser Immun­sys­tem erst durch die Konfron­ta­tion mit Krank­heits­er­re­gern. Und seit zwei Jahren kommen viel weniger Erreger bei uns an. Abgese­hen davon ist die Infek­tion mit dem Corona­vi­rus für das Immun­sys­tem extrem belastend.

Was macht Corona mit unserem Immunsystem?

Eine neue Krank­heit bringt auch neue Heraus­for­de­run­gen für das Immun­sys­tem mit sich. Zu Beginn der Corona-Pande­mie waren wir alle „immuno­lo­gisch naiv“, das heißt, unser Immun­sys­tem kannte SARS-CoV‑2 noch gar nicht. Inzwi­schen ist unser Körper aber vorbe­rei­tet: Viele von uns sind inzwi­schen geimpft oder sogar geboostert.

Gleich­zei­tig haben sich durch die hochan­ste­ckende Omikron-Variante viele Menschen infiziert, so dass ihr Immun­sys­tem sich besser gegen das Virus wehren kann. Das soll aller­dings nicht heißen, dass neue Mutatio­nen uns jetzt nichts mehr anhaben können: Das mensch­li­che Immun­sys­tem lässt sich nicht trainie­ren, da Immun­re­ak­tio­nen immer spezi­fisch sind.

So unter­stüt­zen Sie Ihr Immunsystem

Aller­dings kann man durch bestimmte Änderun­gen des Lebens­stils das Immun­sys­tem unter­stüt­zen. Dazu gehören beispiels­weise genug Schlaf, eine abwechs­lungs­rei­che Ernäh­rung mit viel Obst und Gemüse und regel­mä­ßi­ger Sport. Denn damit das Immun­sys­tem gut funktio­niert, braucht es Vitamine und Spuren­ele­mente und außer­dem genug Energie. Darüber hinaus kann man die eigene Gesund­heit schon mit ganz einfa­chen Hausmit­teln fördern:

  • Frische Luft: Es muss nicht immer eine inten­sive Sport­ein­heit sein. Schon moderate Bewegung an der frischen Luft tut dem Körper gut. Beson­ders hilfreich ist das bei schönem Wetter, denn die Sonne regt die Produk­tion von Vitamin D im Körper an.
    Wechsel­du­schen: Heiß und kalt duschen stärkt das Herz-Kreis­lauf-System – und damit auch die Abwehrkräfte.
  • Gifte vermei­den: Alkohol und Nikotin schwä­chen das Immun­sys­tem und sollten vermie­den werden.
  • Genug Flüssig­keit aufneh­men: Viele Menschen trinken zu wenig. Dabei benötigt unser Darm reich­lich Flüssig­keit, um zu funktio­nie­ren und seine Funktion in unserem Immun­sys­tem zu erfüllen.
  • Stress reduzie­ren: Stress macht nachweis­lich krank. Das Erler­nen von einfa­chen Entspan­nungs­tech­ni­ken wie zum Beispiel der progres­si­ven Muskel­ent­span­nung nach Jacob­son kann hier hilfreich sein.

Das Immun­sys­tem lässt sich nicht optimieren

Immer wieder liest man, dass man seine Abwehr „optimie­ren“ und so sogar auf die Impfung gegen Corona verzich­ten könne. Das ist aller­dings falsch, denn die Abwehr eines gesun­den Menschen lässt sich nicht immer weiter verbes­sern – auch wenn auf vielen Seiten im Inter­net Vitamine und Mineral­stoffe wie Vitamin C, Vitamin D, Zink oder Selen als unerläss­li­che Nahrungs­er­gän­zung zur Stärkung der Abwehr­kräfte geprie­sen werden.

Auch sogenannte „Super­foods“ wie Cranber­ries oder Acerola sollen angeb­lich die Immun­ab­wehr verbes­sern, genau wie Pflan­zen wie die Echin­acea, die Bestand­teil vieler frei verkäuf­li­cher Präpa­rate ist.

Solche Mittel verbes­sern oft nur das Befin­den der Herstel­ler. Denn bei Menschen ohne Vitamin-D-Mangel bringt mehr Vitamin D keine gesund­heit­li­chen Vorteile. Im Gegen­teil: Eine übermä­ßig hohe Einnahme von Vitamin D kann sogar krank machen.

Wer sich gesund ernährt, ist in der Regel mit allen notwen­di­gen Nährstof­fen versorgt. Ein spezi­el­les Vitamin­prä­pa­rat sollte nur dann einge­nom­men werden, wenn ein Mangel vom Arzt festge­stellt wurde.